Impfbus und weitere mobile Impfteams

So geht der Burgenlandkreis in die Impf-Offensive

Von René Walter
Impfbus des Burgenlandkreises
Impfbus des Burgenlandkreises (Foto: Alexander Kempf)

Weißenfels/Zeitz/MZ - Anlässlich der bundesweiten Impfwoche geht auch der Burgenlandkreis noch einmal in die Offensive. Neben dem Impfbus sind laut Kreisverwaltung nun auch weitere mobile Impfteams unterwegs, die unter anderem Marktplätze und Parkplätze von Supermärkten  sowie weiterführende und Berufsschulen  im gesamten Landkreis anfahren. Bei  minderjährigen Impfwilligen müssen die Sorgeberechtigten dafür eine Einverständniserklärung ausfüllen und zum Termin mitbringen. Zudem muss mindestens ein Sorgeberechtigter bei der Immunisierung dabei sein.

Auch im Impfzentrum in Zorbau werden weiterhin Impfungen angeboten, die ohne vorherige Terminvereinbarung wahrgenommen werden können. Das Impfzentrum hat Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr eröffnet. Bei Erstimpfungen werde vor Ort gleich der Termin zur Folgeimpfung vereinbart. Zur Verfügung stünden jeweils die Impfstoffe von Biontech, Moderna und Johnson und Johnson.

Zudem erweitere das Impfzentrum  das Angebot nun um Auffrischungsimpfungen für Menschen ab 60 Jahren. Nachdem es in einem Oberhausener Seniorenheim zu mehreren Komplikationen nach sogenannten Booster-Impfungen kam - ein zunächst gemeldeter Todesfall hat sich im Nachhinein als Falschmeldung herausgestellt - weist die Kreisverwaltung darauf hin, dass diese nur „nach ärztlicher Beratung“ durchgeführt werden. Voraussetzung sei zudem, dass die vollständige Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt. Auch medizinisches Personal und Pflegekräfte in Seniorenheimen sowie weiteren Einrichtungen mit besonders gefährdeten Personen könnten das Angebot nutzen.

Impfquote im Burgenlandkreis trotz zahlreicher Angebote kaum merklich gestiegen

Der Zeitzer Kardiologe Dr. Jörn Röhler kritisiert indes gegenüber der MZ, dass sich sowohl Politiker als auch die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalts über die Ständige Impfkommission (Stiko) und die Europäische Arzneimittelagentur hinwegsetzen, die noch keine ausdrückliche Empfehlungen für eine Auffrischimpfung ausgesprochen haben.

In den vergangenen Wochen ist die Impfquote im Burgenlandkreis trotz der zahlreichen Angebote kaum merklich gestiegen. Bis Ende vergangener Woche waren nach Angaben des Landessozialministeriums 104.893 Personen im Landkreis erst- sowie 99.949 vollständig geimpft. Das entspricht einer Quote von 59,06 beziehungsweise 56,28 Prozent der Gesamtbevölkerung. Landesweit lagen die Quoten demnach bei 61,53 und 58,70 Prozent.

Die Impftermine und -orte sowie weitere Informationen unter www.corona.burgenlandkreis.de.