Schulabschluss 2021

So blicken die Abiturienten des Agricola-Gymnasiums in Hohenmölsen auf ihre letzten Schulmonate

Am Samstag erhielten die Abiturienten des Agricola-Gymnasiums Hohenmölsen ihre Zeugnisse.

Von Meike Ruppe-Schmidt
Die stellvertretende Schulleiterin Ines Sengewald überreicht Friederike Bach aus der 12 a ihr Abiturzeugnis.
Die stellvertretende Schulleiterin Ines Sengewald überreicht Friederike Bach aus der 12 a ihr Abiturzeugnis. Foto: Meike Ruppe-Schmidt

Hohenmölsen/MZ - Festliche Roben und große Emotionen - mit einem glamourösen Festakt verabschiedeten sich am Samstag 47 Abiturienten des Hohenmölsener Agricola-Gymnasiums von ihrer Schulzeit. Im Bürgerhaus der Stadt überreichte ihnen die stellvertretende Schulleiterin Ines Sengewald zunächst die Abitur-Zeugnisse, bevor die Schüler mit einem selbst erarbeiteten Programm in den Abend starteten.

Kein Corona-Bonus: „Die Abiturfragen waren genauso anspruchsvoll wie in den vergangenen Jahren“

Für Sengewald ist der Jahrgang 2021 ein besonderer. „Corona hat euch nicht nur geschrammt, sondern mit voller Breitseite erwischt“, richtet sie sich in ihrer Ansprache an die Schüler. Gemeint sind die vielen Stunden im Fernunterricht, welche die Abiturienten seit Beginn der Pandemie geleistet hatten. Und auch die vielen sozialen Einschränkungen, welche die Jugendlichen in Laufe ihrer letzten zwei Schuljahre erleben mussten. „Einen Corona-Bonus gab es deswegen jedoch nicht bei den Prüfungen“, betont sie.

„Die Abiturfragen waren genauso anspruchsvoll wie in den vergangenen Jahren.“ Umso glücklicher sei sie, dass man das bestandene Abitur nun in diesem Rahmen feiern könne. „Gemeinsam mit der Stadt haben wir ein Hygienekonzept erarbeitet, bei dem unter anderem die Teilnehmerzahl limitiert worden ist und alle teilnehmenden Personen getestet, geimpft oder genesen sind“, so Sengewald. „Besser wir feiern in kleinerem Rahmen als gar nicht.“

Organisierten den Ball: Luise Zogall (l.) und Alisa Gronwald.
Organisierten den Ball: Luise Zogall (l.) und Alisa Gronwald.
Foto: Ruppe-Schmidt

Vorbereitungen sind gut gelaufen - Präsenzunterricht in den letzten Monaten möglich

Mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,2 verabschiede man einen guten Jahrgang von der Schule, so die stellvertretende Leiterin. Insgesamt sieben Abiturienten erreichten einen Notendurchschnitt von bis zu 1,5. Den besten Jahrgangsdurchschnitt erreichten mit 1,1 Ella-Anouk Krieg, Theodor Just und Betty Beier. Bei den Schülern selbst überwog an diesem Tag die Erleichterung, das Abitur in den Händen zu halten. Wir sie auf die vergangenen Schulwochen zurückblicken?

„Als Abschlussjahrgang hatten wir das Glück, dass Präsenzunterricht in den letzten Monaten wieder möglich war“, so Theodor Just. So sei die Vorbereitung gut gelaufen. Und Betty Beyer fügt hinzu: „Da das soziale Leben weitestgehend eingeschränkt war, hat sich am Ende eigentlich alles nur noch um die Schule gedreht. Da war es nicht immer leicht, sich zu motivieren.“ Umso mehr freue man sich, dass man nun gemeinsam feiern könne.

„Uns hat die schwere Zeit letztlich zusammengeschweißt“

Nach der Zeugnisübergabe startete das Programm der Abiturienten, welches unter anderem von Luise Zogall und Alisa Gronwald organisiert worden war. So wollte man neben der traditionellen Abi-Rede eine Diashow und einen Abi-Song vortragen und verschiedene Tanzvorführungen, darunter ein Flashmob, aufführen.

„Uns hat die schwere Zeit letztlich zusammengeschweißt“, findet Luise Zogall, die nun auf einen Studienplatz im Fach Medienmanagement in Leipzig hofft. Dass sie und ihre Mitschüler ihre „Berufs- und Studiumsausbildung wieder in ganzer Normalität genießen dürfen“, das wünscht ihnen der Oberstufenkoordinator Sebastian Kretzschmar für den neuen Lebensabschnitt.