„Repressive polizeiliche Maßnahmen nur selten erforderlich“

Polizei zieht Bilanz: Nur wenig Verkehrsverstöße zum Schulbeginn im Burgenlandkreis

Von Franz Ruch
Nicole Schreier vom Ordnungsamt und Karsten Dotschkal von der Poliezei stehen an der Lützener Grundschule.
Nicole Schreier vom Ordnungsamt und Karsten Dotschkal von der Poliezei stehen an der Lützener Grundschule. (Foto: Franz Ruch)

Lützen/MZ - Die Eltern und Schüler im Burgenlandkreis verhalten sich zum Schulbeginn im Straßenverkehr größtenteils vorbildlich: Bei den Schulwegkontrollen hat die Polizei lediglich 15 Geschwindigkeitsüberschreitungen und vier sonstige Verstöße, wie beispielsweise nicht angelegte Gurte festgestellt. „Repressive polizeiliche Maßnahmen waren nur selten erforderlich“, sagt Polizeisprecherin Gesine Kerwien. Auch ein „Schulwegunfall“ habe sich bis zum heutigen Tag nicht ereignet.

Wie zu jedem Schulbeginn setzten Polizei und Ordnungsamt auch dieses Jahr wieder auf verstärkte Präsenz: So gab es Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrollen an Schulwegen. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die sichere Überquerung der Straßen durch die Schüler gelegt sowie auf die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Auch das Verhalten am Schulbus war im Fokus.

„Wir setzen auf Gespräche - und die wirken“

So zum Beispiel am Dienstagmorgen an der Grundschule in Lützen: „Es sind verdammt viele Eltern mit Autos unterwegs“, sagt Polizeihauptmeister Ingo Koch. Die würden zuweilen auf der Pestalozzistraße vor der Schule halten und ihre Kinder aussteigen lassen, obwohl in der Straße ein Halteverbot herrscht. Eine Ausnahme gilt lediglich an der Bushaltestelle. „Aber nur, wenn der Bus dadurch nicht behindert wird“, ergänzt Koch.

Das Gefahrenrisiko sei in Lützen aber eher gering. Das hänge zum einen mit den vorhandenen Fußgängerampeln zusammen, als auch zum anderen mit der Mentalität der Bewohner. „Die Lützener Kinder verhalten sich regelkonform. Das ist auf dem Dorf anders als bei Stadtkindern“, sagt Koch. Unterstützung erhält die Polizei vom Ordnungsamt: „Wir setzen auf Gespräche - und die wirken. Die Lützener sind seh gelehrig“, sagt Ordnungsamtsmitarbeiterin Nicole Schreier.

Neben den Kontrollen besuchte die Polizei auch Schulen und Kitas für Präventionsmaßnahmen. So wurden in Teuchern 60 „Rote Mützen“ übergeben (die MZ berichtete) und in Lützen, Hohenmölsen und Teuchern „gelbe Füße“ als Markierungen auf sichere Schulwege gesprüht.