Neue Serie

Neue Serie : Vorbild ist der eigene Bruder

Naumburg/Nebra - Die Vielfalt der Sportarten in der Saale-Unstrut-Finne-Region ist groß - genauso wie das Engagement der Athleten, Übungsleiter und Funktionäre. Diese wird Tageblatt/MZ ab sofort in der neuen Serie „Mein Sport - meine Welt“ in loser Folge vorstellen. Dazu füllen die Sportler einen Fragebogen unserer Zeitung ...

Von Torsten Kühl

Die Vielfalt der Sportarten in der Saale-Unstrut-Finne-Region ist groß - genauso wie das Engagement der Athleten, Übungsleiter und Funktionäre. Diese wird Tageblatt/MZ ab sofort in der neuen Serie „Mein Sport - meine Welt“ in loser Folge vorstellen. Dazu füllen die Sportler einen Fragebogen unserer Zeitung aus.

Im zweiten Teil - nach Turnerin Juliane Titus vom SC Empor Laucha (siehe auch Tageblatt/ MZ-Ausgabe vom vergangenen Dienstag, 15. Dezember) - dreht sich alles um den Floorballer Hannes Kowalewicz. Der Zwölfjährige spielt sowohl für die „Arche Fighters“ seines Heimatvereins SV 1924 Nebra als auch für den UHC Sparkasse Weißenfels, das Flaggschiff dieser Sportart nicht nur in Sachsen-Anhalt. Hannes kam durch seinen größeren Bruder Dominik einst 2013 zum Floorball. Dieser ist Auswahlkader der deutschen U-19-Nationalmannschaft (Tageblatt/ MZ berichtete). „Hannes war immer bei Dominiks Training mit dabei, er nahm dann irgendwann den Schläger in die Hände, und seitdem hat ihn diese Sportart nicht mehr losgelassen“, berichtet Mutter Ines Kowalewicz, die in Nebra Chefcoach Jörg Schergun als Co-Trainerin unterstützt.

Hannes Kowalewicz entwickelte sich schnell zum Torjäger. Sowohl in der Altersklasse U9 als auch in der U11 holte er sich in der Regionalliga die Topscorer-Krone - also die Trophäe für den Spieler mit den meisten Treffern und Torvorlagen. Auch in der U13 gelang ihm dieses Kunststück, aber coronabedingt ist diese Auszeichnung nicht vergeben worden. Für den aktuellen Spitzenreiter UHC Weißenfels spielend, führt Hannes derzeit die Topscorer-Liste der Regionalliga Ost mit 20 Treffern und sechs Torvorlagen an.

Die Saison 2020/21 ist für die Nebraer Floorballer, so scheint es zumindest, bereits beendet, bevor sie überhaupt begonnen hat. „Ich weiß nicht, ob die Serie noch mal gestartet wird“, ist sich auch Ines Kowalewicz unsicher, deren U-13-Schützlinge hier allerdings auf Kleinfeld spielen. Die „Arche Fighters“ aus Nebra treten in der Kleinfeld-Regionalliga Ost, Staffel 2, gegen andere Teams aus Sachsen-Anhalt (Weißenfels, Elster, Wernigerode, Dessau, Halle, Landsberg) an. Allerdings haben die Unstrutstädter noch kein Spiel in dieser - zurzeit unterbrochenen - Saison absolviert. Ihre beiden Söhne, die von Ines Kowalewicz  und ihrem Mann René in „normalen“ Zeiten zwei- bis dreimal pro Woche auch zum Training nach Weißenfels chauffiert werden, halten sich während des Lockdowns mit Fahrradfahren, Joggen, Krafttraining zu Hause sowie Online-Training des UHC fit.

Hannes Kowalewicz ist übrigens auch aktiver Fußballer: Der Siebtklässler des Burgenland-Gymnasiums Laucha spielt für die D-Junioren des FC ZWK Nebra. Heute spielt jedoch erst einmal sein Steckbrief zum Thema Floorball die Hauptrolle in unserer Zeitung.

1. Darum liebe ich meinen Sport: Weil ich die Geschwindigkeit von Floorball mag und neue Freunde kennenlernen kann.

2. Diese Ausrüstung benötigt man/das reicht schon für Anfänger: Einen Floorballschläger, Sportschuhe und ein Trikot.

3. Deshalb trete ich so gern für meinen Verein an: Für den SV 1924 Nebra, weil es mein Heimatverein ist, und für den UHC Sparkasse Weißenfels, weil ich wie mein großer Bruder Dominik werden will.

4. Mein/e Lieblingsgegner ist/ sind: Mein Bruder ist mein Lieblingsgegner, weil es Spaß macht, gegen ihn zu spielen, und ich kann neue Techniken lernen. Und meine Freude aus Weißenfels, wenn ich gegen sie spiele.

5. Am meisten hat mich inspiriert/meine Vorbilder sind: Mein Bruder ist mein Vorbild, weil ich von ihm noch was lernen kann.

6. Das war meine bisherige sportliche Sternstunde: Als ich meinen ersten Top-Scorer in der U9 und meinen zweiten Top-Scorer in der U11 holen konnte.

7. Das möchte ich in meinem Sport noch erreichen: Ich möchte in der Bundesliga und in der Nationalmannschaft spielen und weitere Top-Scorer holen.

8. Das gefällt mir nicht, das müsste sich in meiner Sportart/meinem Verband ändern: Ich wünsche mir, dass Floorball mehr Aufmerksamkeit bekommt.