„Gespräche unter Kollegen“

Museumsverband macht seine erste regionale Konferenz in Muschwitz

Von Franz Ruch
Das Schlossmuseum Lützen
Das Schlossmuseum Lützen (Foto: Peter Lisker)

Lützen/Muschwitz/MZ - Der Museumsverband Sachsen-Anhalt hat sich für seine erste Regionalkonferenz des Burgenlandkreises in Lützen und Muschwitz getroffen. Vertreter der Museen, der Politik und des Museumsverbandes besuchten die Gustav-Adolf-Gedenkstätte in Lützen sowie die benachbarte Baustelle für das neue „Museum 1632“ und tauschten sich am Mittwoch im Anschluss im Muschwitzer Dorfgemeinschaftshaus über aktuelle Herausforderungen, mögliche Kooperationen und die künftige technische Weiterentwicklung der Museenlandschaft im Burgenlandkreis aus.

Lützens Museumschefin, Teresa Schneidewind, zeigt sich zufrieden mit der Premiere der ersten Regionalkonferenz. In den „Gesprächen unter Kollegen“ habe man über Inhalte, Zielstellungen und Probleme der Museumslandschaft im Burgenlandkreis sprechen können. Diese würden sich unterscheiden zu denen in Ballungsgebieten, wie etwa Halle oder Magdeburg.

„Digitalisierung ist gerade noch das Sahnehäubchen“

Als Hauptproblem der Museen nannte Schneidewind den Personalmangel. „Den teilen wir in Lützen mit unseren Kollegen aus dem Burgenlandkreis“, sagt sie. Da Kultur eine Freiwillige Leistung in den kommunalen Aufgaben darstellt, seien Finanzierungsprobleme ein Dauerthema.

Für die Zukunft sei das Thema digitaler Fortschritt dringend. „Digitalisierung ist gerade noch das Sahnehäubchen. Aber es wird uns immer stärker beschäftigen - auch in Lützen“, sagt Schneidewind. So müsse die Digitalisierung und die Vernetzung forciert werden, während man die musealen Aufgaben nicht aus dem Blick verlieren dürfe. Die Verbandsmitglieder nutzten auch die Chance, und tauschten sich über aktuelle Fördermöglichkeiten aus.

An der Konferenz nahmen auch lokale Politiker teil. So etwa der Muschwitzer Ortsbürgermeister und SPD-Bundestagskandidat, Jens Wojtyschak und die CDU-Landtagsabgeordnete Elke Simon-Kuch. Auch Lützens ehemaliger Bürgermeister Maik Reichel war da und sprach über seine Arbeit als Direktor der Landeszentrale für politische Bildung.