Für die Sanierung von Gebäuden

Lützen will Fördergelder für Denkmäler aus Strukturwandelmittel beantragen

Folgekosten werden von Stadt gezahlt.

Von Franz Ruch 13.10.2021, 12:00
Lützen plant Fördergelder aus dem Strukturwandelprogramm für Denkmäler zu beantragen.
Lützen plant Fördergelder aus dem Strukturwandelprogramm für Denkmäler zu beantragen. (Foto: Stedtler)

Lützen/MZ - Die Stadt Lützen folgt einem Aufruf des Burgenlandkreises und beantragt Fördergelder aus dem Strukturwandel für die Denkmalpflege. Das wurde von den Mitgliedern des Stadtrats mehrheitlich in der vergangenen Sitzung beschlossen.

Kritik an Beantragung von Fördergelder für Denkmäler

Von den etwa zehn Millionen Euro Bundesmitteln, die Lützen dafür vom Land zugeteilt bekommt, muss die Stadt zehn Prozent, also etwa eine Million Euro, selbst zahlen - verteilt auf die Haushaltsjahre 2021 bis 2024. Darüber wurde im Rat diskutiert: Denn wenn Lützen die Fördermittel in Anspruch nimmt, verpflichtet sich die Stadt auch dazu, Folgekosten für die Erhaltung der Denkmäler zu tragen.

Kritik kam etwa von der Fraktion Bürgerliste: „Es ist nicht damit getan, die Fördermittel zu nehmen. Man verpflichtet sich auch zu einer Folgenutzung“, sagt Achim Eißler und ergänzt, dass Fördergelder aus dem Strukturwandel nicht nur in die Kultur, sondern auch in die Schaffung neuer Arbeitsplätze fließen sollten. Christine Krößmann (Die Linke) betont, dass das Geld benötigt werde, um Kultur und Tourismus in Lützen aufrechtzuerhalten, auch wenn man es „nie eins zu eins“ wieder hereinholen könne.

Mit den Fördergeldern sollen denkmalgeschützte Gebäude in Lützen saniert werden

Lützens Bürgermeister Uwe Weiß (SPD) sprach sich ebenfalls dafür aus, die Fördermittel zu beantragen. Sollte es „unüberwindbare Hindernisse“ bei der Umsetzung geben, wie beispielsweise stark gestiegene Baupreise, müssten bestimmte Projekte auch nicht unbedingt durchgeführt werden. Stattdessen könne auch auf andere Projekte ausgewichen werden. Ferner sagt Weiß, dass es schon vor dem Fördermittelangebot Gespräche mit Landrat Götz Ulrich (CDU) gegeben habe, weil sich im Burgenlandkreis eine Art „Kulturstiftung“ gründen solle.

Dieser soll auch Lützen beitreten und so Geld sparen. „Das ist ein Zukunftsgedanke, aber wir arbeiten dran“, so Weiß. Ob das gelingt, könne er aber nicht sagen. Mit den Fördergeldern sollen laut Beschlussvorlage der Stadtverwaltung denkmalgeschützte Gebäude in Lützen saniert werden, für die sonst kein Geld da ist. So zum Beispiel das Schloss Lützen (4,25 Millionen Euro), das Dorfmuseum in Großgörschen (1,82 Millionen Euro), das Rittergut Dehlitz (1,53 Millionen Euro), das Marschall-Ney-Haus in Kaja (1,12 Millionen Euro) und die Kirche in Meuchen (218.100 Euro).