Sorgen vor zu hohen Kosten

Lützen diskutiert über Luftfilter in Schulen als Schutz vor Corona-Infektionen

Warum es Skepsis gegenüber Luftfiltern gibt.

Von Alexander Kempf
Henning Otte/dpamd0MCbbf4fciZa7KZi6B_96B3fc
Henning Otte/dpamd0MCbbf4fciZa7KZi6B_96B3fc Henning Otte/dpa

Lützen/MZ - Werden nach den Sommerferien in den Lützener Grundschulen Luftfilter bereitstehen, um drohenden Corona-Infektionen vorzubeugen? Diese Frage dürfte nicht nur den Lützener Stadtrat Markus Berndt (Bürgerliste), sondern auch viele Eltern umtreiben. Die Verwaltung hat sich in der Frage in der zurückliegenden Stadtratssitzung noch unentschieden gezeigt. Es solle zu dieser Frage zunächst noch eine Abstimmungsrunde mit den drei Grundschulen geben, kündigte Lützen Hauptamtsleiter Ronny Mank auf Nachfrage von Markus Berndt an. „Das Ergebnis ist offen“, so der Hauptamtsleiter.

Lützen diskutiert über Luftfilter in Schulen als Schutz vor Corona-Infektionen

Der zeigte sich aber bereits skeptisch, ob der Verhältnismäßigkeit der Maßnahme. „Es geht nichts über das richtige Lüften mit Hilfe von Fenstern“, äußerte Mank nicht nur seine Auffassung zu dem Thema, sondern verwies auch auf entsprechende Experten. Darum sei man seitens der Verwaltung auch zunächst davon ausgegangen, dass regelmäßiges Lüften ausreichend sei. Auch aufgrund von Platznot. In vielen Klassenräumen sei es jetzt schon eng, so der Hauptamtsleiter. „Wenn wir aber zum Ergebnis kommen, dass es das braucht, dann werden wir natürlich unser Pflicht nachkommen“, versicherte er.

Tatsächlich wird die Anschaffung solcher Geräte durch das Land gefördert. Ronny Mank kritisierte aber, dass die entsprechende Förderrichtlinie aus seiner Sicht mit Bürokratie verbunden sei. Auch fürchtet man im Lützener Rathaus offenbar Folgekosten für die Wartung und den Unterhalt der Luftfilter. Denn die sei über die Förderung nicht abgedeckt, stellte Mank klar.