Herbst der Bücher

Lesen und lauschen bei den Landesliteraturtagen

Bei den Landesliteraturtagen geht es im Herbst um Bücher, um die, die sie schreiben und die, für die sie sind. Welche Orte eine Rolle spielen.

Von Angelika Andräs
Die Pfarrbibliothek St. Michael, hier bei einer Führung, ist auch dabei.
Die Pfarrbibliothek St. Michael, hier bei einer Führung, ist auch dabei. (Foto: Angelika Andräs)

Zeitz/MZ - Der Herbst wird Leseherbst, die 30. Landesliteraturtage stehen bevor. Die MZ informiert vorab in loser Folge über Wissenswertes, Organisatorisches, Interessantes und Hintergründiges zum Programm und den Akteuren. Heute geht es um Veranstaltungsorte.

Das Motto der Landesliteraturtage, die von Dr. Margarete Schweizer koordiniert werden, lautet in diesem Jahr „Fabriken, Kirchen, Bibliotheken“ und weist damit schon auf die Vielfalt der literarischen, aber auch der (industrie-)geschichtlichen Tradition und die herausragenden Bibliotheken hin, die gemeinsam die gesamte Veranstaltungsregion ausmachen. Den Vereinigten Domstiftern zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz kommt dabei eine besondere Rolle zu. Und damit auch den Zeitzer Bibliotheken.

Stadt Zeitz spielt in diesem Jahr ohnehin eine besondere Rolle

Die Stadt Zeitz spielt in diesem Jahr ohnehin eine besondere Rolle und bildet den Ausgangspunkt für die geplanten Veranstaltungen, wie die Sprechering der Domstifter Charlotte Tennler erläutert. Und das heißt auch in Zeitz: Literatur an ungewöhnlichen und besonderen Orten. Veranstaltungsorte in Zeitz sind neben Schloss Moritzburg und der Michaeliskirche unter anderen die ehemalige Nudelfabrik, die Alte Bibliothek, der Pfarrsaal im Dom St. Peter und Paul, die Stadtbibliothek Martin Luther, und sogar das Zeitzer Braunkohlegebiet wird erkundet, wenn es mit dem Mannschaftstransportwagen auf literarische Tour geht. In Zeitz und mit unmittelbarem Bezug zur Stadt Zeitz finden sich gleich acht bedeutende Bibliotheken – ein einzigartiger Schatz auf engem Raum.

Mit den Literaturtagen sollen deshalb auch neue Brücken gebaut werden „zwischen der Welt der historisch gewachsenen Bibliotheken in Zeitz und der gesamten Region mit den ebenfalls an literarischen Traditionen reichen Städten Merseburg, Naumburg und Weißenfels auf der einen Seite und andererseits dem lebendigen literarischen Geschehen der Gegenwart in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus“. Allein schon deshalb sind die Literaturtage natürlich nicht auf Zeitz beschränkt. Lesungen und Konzerte werden auch im Heinrich-Schütz-Haus Weißenfels, im Merseburger Kaiserdom, in der Lutherkirche Bad Kösen, im Nietzsche-Dokumentationszentrum Naumburg und im Kulturhaus in Leuna stattfinden. Fortsetzung folgt