Kreistag Burgenlandkreis

Kreistag Burgenlandkreis: Weichen für Jobcenter-Bau gestellt

Zeitz/Weißenfels - Der Kreistag hat am Montagabend in nichtöffentlicher Sitzung Planungsleistungen in einer Gesamthöhe von rund 2,2 Millionen Euro für die Errichtung eines neuen Bürogebäudes für das Jobcenter in Weißenfels vergeben. Wie Götz Ulrich (CDU), Landrat des Burgenlandkreises, am Dienstag informierte, wurden nach einer europaweiten Ausschreibung fünf Lose an verschiedene Büros ...

Von Andreas Richter 20.07.2016, 07:30

Der Kreistag hat am Montagabend in nichtöffentlicher Sitzung Planungsleistungen in einer Gesamthöhe von rund 2,2 Millionen Euro für die Errichtung eines neuen Bürogebäudes für das Jobcenter in Weißenfels vergeben. Wie Götz Ulrich (CDU), Landrat des Burgenlandkreises, am Dienstag informierte, wurden nach einer europaweiten Ausschreibung fünf Lose an verschiedene Büros vergeben.

Der Landkreis wird das ehemalige seit langem leerstehende Gebäude der Sparkasse am Niemöllerplatz als Standort des Jobcenters ausbauen und einen Neubau errichten. Zu dem Vorhaben hatte der Kreistag bereits zuvor einen Grundsatzbeschluss gefasst. Nach der nunmehr erfolgten Vergabe der Leistungen beginnt die konkrete Planung des Bauprojekts. „Wir gegen davon aus, dass wir die notwendigen Unterlagen dem Land voraussichtlich im zweiten Quartal 2017 zur baufachlichen Prüfung vorlegen können“, sagte Angelika Renner, Baudezernentin beim Burgenlandkreis.

Baubeginn 2018

Als Termin für einen möglichen Baubeginn nannte sie vorsichtig das Jahresende 2018. Nach etwa zweijähriger Bauzeit könnte der neue Standort des Jobcenters dann fertiggestellt sein.

„Das Ganze ist eine herausfordernde Aufgabe“, sagte Renner und bestätigte auf MZ-Anfrage, dass das Bauvorhaben Jobcenter derzeit beim Landkreis oberste Priorität genießt. Der große Aufwand sei unter anderem mit Fragen des Denkmalschutzes und dem Umstand begründet, dass sich das alte Gebäude auf relativ instabilem Baugrund im Überschwemmungsgebiet der Saale befindet. Die Gesamtkosten werden zurzeit auf mehr als zwölf Millionen Euro geschätzt. Davon sollen gut drei Millionen Euro über Mittel aus der Städtebauförderung des Landes fließen.

Rund 170 Mitarbeiter

Genauere Angaben zu den Gesamtkosten sollen nach der nun beginnenden Planung vorliegen.

Landrat Ulrich verwies darauf, dass mit dem Ausbau der alten Sparkasse ein städtebaulicher Missstand an markanter Stelle in Weißenfels beseitigt wird. Dies sei ein nicht unwesentlicher Grund für die Standort-Entscheidung des Landkreises gewesen - ungeachtet der Tatsache, dass das Bauvorhaben voraussichtlich rund drei Millionen Euro teurer wird als ein Neubau auf der grünen Wiese. Rund 170 Mitarbeiter sollen künftig ihren Arbeitsplatz im neuen Bürokomplex finden. Hauptstandort des Jobcenters ist derzeit das Haus im Weg nach der Marienmühle 10 in Weißenfels. (mz)