Gemeinderäte erheben Vorwürfe

Gingen Prüfer auf Spielplätzen zu rabiat zu Werke?

Von Matthias Voss
Frank Jacob, Bürgermeister
Frank Jacob, Bürgermeister (Foto: Weimer)

Wetterzeube/MZ - Mitglieder des Gemeinderates von Wetterzeube haben sich jetzt über die ihrer Meinung nach „rabiate Art und Weise“ beschwert, wie ein Sicherheitsunternehmen zuletzt Rutschen und Wippen auf Spielplätzen in der Gemeinde Wetterzeube überprüft hat. „Die sind teilweise mit grobem Gerät an die Holzpfosten herangegangen und haben die gewaltsam auseinandergebrochen, um zu beweisen, dass das Holz brüchig ist. Für mich ist das aber Sachbeschädigung“, meinte Thomas Karkein (Die Linke), der auch Gemeindearbeiter ist. Auch aufgrund dieser Vorgehensweise mussten mehrere Spielgeräte in diversen Ortsteilen gesperrt werden. Allein drei sind es dabei auf dem überregional sehr beliebten Spielplatz im Zeitzer Forst in Breitenbach.

„Wir werden das Gespräch mit dem Unternehmen suchen. Aber so geht es nicht“, war auch Bürgermeister Frank Jacob (Die Linke) erbost. Mit einer anderen Sicherheitsfirma habe die Gemeinde in der Vergangenheit eher gute Erfahrungen gemacht. „Da wurden wir vorher angerufen und über den Prüftermin informiert. Und dann hat man sich gemeinsam die Schäden angeschaut und konnte so auch schnell mal ein Problem lösen, ohne das gleich komplett gesperrt werden musste“, erinnerte sich Jacob an die Zusammenarbeit in der Vergangenheit.

Die generelle Problematik mit älteren Wippen und Rutschen sei ihm natürlich bewusst. „Gern würden wir viel mehr Spielgeräte durch neue und dann natürlich welche aus Holz gegen welche aus Metall ersetzen. Aber dazu fehlt uns leider das Geld“, wies Wetterzeubes Bürgermeister einmal mehr auf die mehr als angespannte Haushaltslage hin. Immerhin ist auch in diesem Jahr ein kleinerer vierstelliger Betrag für Anschaffungen drin. Und dank zahlreicher Spenden und Sammlungen der Einwohner kann demnächst der Spielplatz am Wald in Wetterzeube mit neuen Geräte gestaltet und aufgepeppt werden.