Was Bürger erregen könnte

Gibt es Ärger um den Ausbau des Kiefernweges in Wetterzeube?

Von Matthias Voss
Gibt es Ärger um den Ausbau des Kiefernweges?
Gibt es Ärger um den Ausbau des Kiefernweges? (Foto: R. Weimer)

Wetterzeube/MZ - Um den Ausbau der Straße Kiefernweg in Wetterzeube könnte es in naher Zukunft noch einigen Ärger geben. Der Grund sind hohe Beitragssätze für die Anwohner, die gerüchteweise bis in den fünfstelligen Euro-Betrag gehen sollen. Insgesamt kostet das Vorhaben rund 414.000 Euro. „Ich möchte keinen Krieg deswegen in Wetterzeube haben“, meinte Bürgermeister Frank Jacob (Die Linke) im Gemeinderat, „aber bei den Preisen ist damit zu rechnen, dass sich die Leute einen Anwalt nehmen und dagegen vorgehen werden.“

In der Sitzung im Mai hatte der Gemeinderat in Abwesenheit von Jacob noch die Erschließungskostensatzung mehrheitlich beschlossen. „Aber darüber sollte man vielleicht noch mal reden“, lenkte der Bürgermeister ein. Im Zuge der Erweiterung des Wohngebietes am Kiefernweg soll auch die bisherige Straße ordentlich ausgebaut werden, was Jacob generell befürworte. „Wir wollen eine ordentliche Straße bieten und nicht mehr diese Schotterstrecke. Auch zum Schutz der teilweise gerade erneuerten Leitungen und Kanäle. Aber nicht zu den Preisen“, meinte er. „Es ist sicher ein Fehler gewesen, dass die Straße all die Jahre nie richtig beendet worden ist und die Anwohner deswegen auch nie was bezahlt haben“, sagte Lutz Oschmann (Bürgervereinigung), „aber bei so hohen Kosten sollten wir vielleicht andere Wege finden.“

Oschmann fragte deswegen im Rahmen der späteren Haushaltsdiskussion (die MZ berichtete), ob es von Seiten der Gemeinde Wetterzeube die Möglichkeit für Zuschüsse gibt. Eine richtige Antwort bekam er aber nicht, Details dazu könne er mit ihr in der Verwaltung in Droyßig klären, meinte Kämmerin Gebriele Nitzsche. „Wie wir das mit den Beiträgen klären, wird sich noch zeigen. Aber teilweise wohnen die Leute seit 40 Jahren am Kiefernweg. Es wird Zeit, dass wir denen was Ordentliches bieten“, so Bürgermeister Frank Jacob. So kündigte er eine Einwohner-Versammlung an, zu der noch rechtzeitig eingeladen werde. Im Vorfeld dazu wolle er sich bei Fachleuten über Möglichkeiten der Finanzierung und vor allem dem rechtlichen Hintergrund informieren.