Fußball-Landesliga

Fußball-Landesliga: Diskussion um Platzverweis in der Partie Zeitz gegen Talheim

Zeitz - Die Fußballlandesliga-Partie zwischen dem 1. FC Zeitz und Rot-Weiß Thalheim schrieb ein neues Kapitel im großen Buch der Kuriositäten. Im Mittelpunkt: Schiedsrichter Jens Rosenbaum. Dieser stellte in der 78. Minute nach einer Rangelei beider Teams erst den Zeitzer Florian Schumann wegen einer Tätlichkeit vom Platz. Der Flügelflitzer hatte schon den Platz verlassen und war auf dem Weg in Richtung Kabine, als ihn seine Teamkameraden wieder zurückpfiffen. Tatsächlich durfte Schumann zurück aufs Feld. Rosenbaum hatte sich scheinbar geirrt und machte stattdessen Michael Fiedler als Übeltäter verantwortlich. Auch FC-Trainer Andreas Pietzonka konnte diese Situation nach Spielende nicht wirklich aufschlüsseln, bezeichnete das Ganze lediglich als Farce. „Erst wurde Schumann runtergestellt, dann soll der Thalheimer Torwart René Möbius zum Schiedsrichter gesagt haben, dass Michael Fiedler die Tätlichkeit begangen hat. Daraufhin hat der Schiedsrichter alles zurückgenommen und Michael vom Platz gestellt“, schüttelte Pietzonka nur mit dem ...

Von Tobias Schlegel 14.03.2016, 11:00

Die Fußballlandesliga-Partie zwischen dem 1. FC Zeitz und Rot-Weiß Thalheim schrieb ein neues Kapitel im großen Buch der Kuriositäten. Im Mittelpunkt: Schiedsrichter Jens Rosenbaum. Dieser stellte in der 78. Minute nach einer Rangelei beider Teams erst den Zeitzer Florian Schumann wegen einer Tätlichkeit vom Platz. Der Flügelflitzer hatte schon den Platz verlassen und war auf dem Weg in Richtung Kabine, als ihn seine Teamkameraden wieder zurückpfiffen. Tatsächlich durfte Schumann zurück aufs Feld. Rosenbaum hatte sich scheinbar geirrt und machte stattdessen Michael Fiedler als Übeltäter verantwortlich. Auch FC-Trainer Andreas Pietzonka konnte diese Situation nach Spielende nicht wirklich aufschlüsseln, bezeichnete das Ganze lediglich als Farce. „Erst wurde Schumann runtergestellt, dann soll der Thalheimer Torwart René Möbius zum Schiedsrichter gesagt haben, dass Michael Fiedler die Tätlichkeit begangen hat. Daraufhin hat der Schiedsrichter alles zurückgenommen und Michael vom Platz gestellt“, schüttelte Pietzonka nur mit dem Kopf.

Zudem soll es der Thalheimer Florian Behr gewesen sein, der eine Tätlichkeit begangen hat. „Das hat der Linienrichter sogar gesehen, und es ist nichts passiert. Eine absolute Frechheit. Letzte Woche gegen Stedten war es schon extrem, als wir für jedes Foul eine Gelbe Karte bekommen haben. Da vergeht einem die Lust am Fußball. Wir sind doch kein Freiwild“, ließ der Zeitzer Coach seinem Unmut Luft.

Zeitz mit Anlaufschwierigkeiten

Fußball wurde an diesem Tag im Zeitzer Puschendorfstadion allerdings auch noch gespielt. Zumindest versuchten es die 22 Akteure auf dem schwer zu bespielenden Untergrund, der mehr einem Acker als einem Fußballrasen ähnelte. 2:2 hieß es nach 90 Minuten, wobei sich der Club diesen einen Punkt gegen den Tabellenzweiten redlich verdiente. Allerdings brauchte der FC lange, um zu seinem Spiel zu finden. So war die Thalheimer Führung nach elf Minuten nicht unverdient. Zeitz tat sich schwer, gute Chancen zu erspielen, meist kam der letzte Pass nicht an.

Auf einen konnten sich die Gastgeber aber wieder mal verlassen: Khemgin Solivani. Dieser konnte noch vor dem Pausentee den Ausgleich erzielen und nach dem Seitenwechsel war es nun der Club, der für Akzente sorgte. Eine Unachtsamkeit bescherte Thalheim zwar noch mal die Führung, nur drei Minuten später (68.) war jedoch Toni Menz zur Stelle, der dem Club noch einen Punkt sicherte. „Mit der Mannschaftsleistung bin ich sehr zufrieden. Die Jungs haben eine kämpferisch gute Einstellung gezeigt und nach dem 0:1 nicht den Kopf hängen lassen“, bilanzierte Andreas Pietzonka.

Zusammenhalt entscheidend

Dies sei vor einer Woche beim 0:5-Debakel in Stedten ganz anders gewesen, als der Club nach dem 0:1 vollkommen auseinanderfiel. „Ich habe den Jungs vor dem Spiel gesagt, sie sollen die Köpfe oben behalten. Es ist nichts passiert, wenn es mal 0:1 steht“, erklärte Pietzonka. Ein weiterer entscheidender Punkt sei die mannschaftliche Geschlossenheit gewesen: „Nur als Mannschaft kann man funktionieren, nicht mit Einzelkönnern. Das hat das Team super umgesetzt“, so Andreas Pietzonka, der seinem Ersatzkapitän Lars Mächtig ein Sonderlob erteilte. Führungsspieler wie er seien es, die der 1. FC Zeitz brauche. „So muss es sein und anders geht es auch nicht“, meinte Pietzonka. (mz)