Fotografieren in Freibädern

Fotografieren in Freibädern: Bei Handys hört der Spaß auf

Weißenfels - Wegen der Smartphones mit Fotografier- und Videofunktion hat eine Diskussion darum begonnen, wie der Umgang mit den Geräten in Freibädern und an Stränden ungegangen werden soll.

Von Andrea Hamann-Richter 10.06.2017, 11:00
Ein Mann macht in einem Freibad ein Foto mit einem Smartphone. (Symbolbild)
Ein Mann macht in einem Freibad ein Foto mit einem Smartphone. (Symbolbild) dpa

Wegen der Smartphones mit Fotografier- und Videofunktion hat eine Diskussion darum begonnen, wie der Umgang mit den Geräten in Freibädern und an Stränden ungegangen werden soll. Die MZ hörte sich in Weißenfels, Lützen und in Hohenmölsen um, wie dort verfahren wird.

In Hohenmölsen gab es im vergangenen Jahr einen Vorfall. Ein mann filmte dort junge Frauen in knappen Bikinis. In diesem Fall wurde sofort die Polizei gerufen. „Wir machen regelmäßig Strandgänge und reagieren sofort, falls wir etwas entdecken, was verdächtig ist“, sagt Wachleiterin Claudia Rödel. Ansonsten hatte es am Mondsee noch keine Probleme gegeben. Wenn die Menschen ihre Kameras zücken, wollen sie meistens nur sich und den Mondsee fotografieren, sagt Claudia Rödel.

Sport- und Freizeitbetrieb Weißenfels: „Die Zeiten haben sich geändert“

„Die Zeiten haben sich geändert“, sagt Viola Schikorr vom Sport- und Freizeitbetrieb Weißenfels. Daher wird in den kommenden Tagen in Weißenfels im Freibad neben den allgemeinen Badebedingungen ein Piktogramm aufgestellt. Es zeigt Handy und Videokamera und beide Bilder sind dick durchgestrichen.

In der Lützener Haus- und Badeordnung ist ganz klar geregelt, dass das Fotografieren von fremden Menschen nicht gestattet ist. So sagt es der Ordnungsamtsleiter Ronny Mank. „Das Telefon ist zum telefonieren erlaubt, aber auch nur so, dass es andere Badegäste nicht stört“, so Mank weiter. Falls sich ein Badegast belästigt fühlt, kann er zum Personal gehen. Dieses sei für den Vollzug der Badeordnung zuständig, so Ronny Mank. (mz)