Fatale Flammen

Fast 30 Hektar abgebrannt: Drei Wehren aus dem Burgenlandkreis leisten Nachbarschaftshilfe

Feuerwehrleute aus Lützen und Großkorbetha leisteten am Dienstag wichtige Nachbarschaftshilfe. Im Saalekreis verbrannten hektarweise Getreide und verursachten der Genossenschaft Tausende Euro Schaden

Von R. Briest und A. Kempf

Lützen/Bad Dürrenberg/MZ - Feldbrände kennen keine Kreisgrenzen. Dass die Feuerwehrleute in Bad Dürrenberg am Dienstag bei einem Feldbrand auf Unterstützung ihrer Nachbarn angewiesen sein werden - das war auch anhand der weithin sichtbaren Rauchsäule schnell zu erkennen. Mit den Feuerwehren aus Lützen, Zorbau und Großkorbetha leisteten gleich drei Wehren aus dem Burgenlandkreis Nachbarschaftshilfe.

Fast 30 Hektar Wintergerste abgebrannt - Schaden von 50.000 Euro

Die Erntesaison hat für die betroffene Agrargenossenschaft Bad Dürrenberg damit denkbar schlecht begonnen. Sie verlor Teile der Wintergerste an die Flammen. „Wir reden von einer Fläche von 25 bis 30 Hektar, die abgebrannt sind“, berichtete Matthias Ulrich, Prokurist der Genossenschaft am Nachmittag. Den entstandenen Schaden bezifferte er auf 50.000 Euro: „Das ist nicht versichert. Das ist weg.“ Weshalb das Feuer auf dem Gerstenfeld ausbrach, war zunächst unklar. Laut Ulrich waren in der Nähe Mäharbeiten in Gange.

Klar ist allerdings, wo der Brand begann. Auf halben Wege zwischen den südlichen Dürrenberger Ortsteilen Ragwitz und Goddula, wie Robin Elze, Einsatzleiter und Chef der Ortswehr Tollwitz, erklärte. Also nahe der Lützener Ortsteile Bothfeld und Schweßwitz. Die Tollwitzer Kameraden waren ebenso im Einsatz, wie die der übrigen Dürrenberger Wehren und eben den Helfern aus dem Burgenlandkreis.

Bei dem Brand wurden Teile des Ackers   mit einem Traktor samt  Tankanhänger gewässert. Das Feuer vernichtete eine Fläche von 60 Fußballfeldern.
Bei dem Brand wurden Teile des Ackers mit einem Traktor samt Tankanhänger gewässert. Das Feuer vernichtete eine Fläche von 60 Fußballfeldern.
Fotos: H. Zimmer

Regen ohne Effekt - Feuerwehren aus dem Burgelandkreis leisten Nachbarschaftshilfe

Insgesamt, so sagte Elze, seien gut ein Dutzend Fahrzeuge und 50 Kameraden im Einsatz gewesen. Dieser gestaltete sich schwierig: „Wir hatten das Problem, dass der Wind gedreht hat. Das Feuer hat so die erste eingerichtete Brandschneise übersprungen. Wir hatten dann zu tun, es wieder einzudämmen.“ Dies gelang schließlich aber – auch in guter Zusammenarbeit mit der Agrargenossenschaft, wie der Einsatzleiter betonte: „Sie haben uns mit Wasser versorgt. Insgesamt haben wir gut 40.000 Liter verwendet.“

Für die Dürrenberger Feuerwehrleute war es einer der größten Feldbrände der vergangenen Jahre und der erste dieses Sommers: „Wir hoffen, dass es der letzte war“, sagte Genossenschaftsprokurist Ulrich. Angesichts der starken Regenfälle der vergangenen Tage habe es ihn überrascht, dass das Getreide schon so trocken war. Elze wunderte das nicht: „Das Getreide ist trocken. Der Boden brennt ja nicht.“