Corona-Impfung

Burgenlandkreis erhält vorerst kein Biontech mehr

Landrat Götz Ulrich zeigt sich am Mittwoch sehr verärgert.

02.12.2021, 05:45
Biontech-Impfstoff
Biontech-Impfstoff (Foto: dpa)

Weissenfels/Zeitz/MZ - Der Burgenlandkreis hat keine neuen Impfstoffe des Herstellers Biontech erhalten. Eine Bestellung von 19.998 Impfstoffdosen ist am Dienstag nicht geliefert worden, teilt der Kreis mit. Damit werden die Biontech-Vorräte des Landkreises nun knapp.

Ab sofort werde deshalb in den Impfstellen des Kreises Biontech nur an unter 30-Jährige und Schwangere verimpft. Auch bei Personen, welche bei ihrer Erstimpfung Biontech erhalten haben, wird die Impfserie damit fortgesetzt. Für alle anderen Impfungen steht das Vakzin von Moderna zur Verfügung. „Monatelang lief das Impfen nur schleppend. Wir mussten sogar unsere Impfzentren schließen, weil der Bund keinen Bedarf dafür mehr sah“, so Landrat Götz Ulrich. Die Zeit sei lang genug gewesen, um ausreichend Impfstoffvorrat anzulegen.

Der Landrat habe sich nicht vorstellen können, dass gerade der einheimische Impfstoff rationiert und die Impfkampagne damit ausgebremst werde. Ulrich zeigt Verständnis für die Kritik von Bürgern: „Der Impffortschritt steigt stetig an und jetzt erhalten wir gerade den Impfstoff nicht, der von der Bevölkerung besonders nachgefragt wird. Dies sorgt berechtigterweise für vollkommenes Unverständnis in der Bevölkerung und auch bei mir.“ Laut aktueller Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) wird die Verwendung des Moderna-Impfstoffes nur für über 30-Jährigen empfohlen.

Unterdessen informiert die Kreisverwaltung über die Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronaviruserkrankung im Burgenlandkreis. Zwischen dem 26. November und dem 1. Dezember seien dem Kreis sechs Todesfälle bekannt geworden. Die Toten sind zwischen 77 und 94 Jahren alt, darunter sind vier Männer und zwei Frauen. Die Verstorbenen stammen aus Weißenfels (zwei), einer aus der Gemeinde Unstruttal und aus Naumburg.