Verzögerung der Sanierungarbeiten

Baustelle in der Osterfelder Kita „Matzturmmäuse“ nimmt kein Ende

Warum es nicht recht vorangeht.

Von Iris Richter 11.10.2021, 18:00
Ein Sanitärtrakt  der Kita Osterfeld wurde bereits modernisiert.
Ein Sanitärtrakt der Kita Osterfeld wurde bereits modernisiert. Foto: Iris Richter

Osterfeld/MZ - Die Osterfelder Kindertagesstätte „Matzturmmäuse“ ist in dieser Woche nicht nur im Gebäude selbst, sondern auch davor eine Baustelle. Denn im Fußweg vor der Einrichtung werden neue Elektrokabel verlegt. Die sind unter anderem nötig, um die neu installierten Durchlauferhitzer mit Strom zu versorgen.

Rund eine halbe Millionen Euro investiert die Verbandsgemeinde in die Umbauarbeiten

„Wir haben uns für diese Durchlauferhitzer entschieden, um die Gefahr von Legionellen auszuschließen. So steht das Wasser nicht mehr in langen Leitungen, wie bei der zentralen Warmwasserversorgung“, klärt Uta Strahl, Bauamtsmitarbeiterin der Verbandsgemeinde Wethautal, bei einem Rundgang über die Großbaustelle auf. Denn seit Sommer 2020 wird der über 30 Jahre alte Gebäudekomplex generalüberholt.

Rund eine halbe Millionen Euro investiert die Verbandsgemeinde in die Umbauarbeiten, die bei laufendem Betrieb vonstatten gehen. Sprich auf der einen Seite wird gebaut und auf der anderen Seite können bis zu vierzig Kinder, darunter 17 Krippenkinder, betreut werden. 13 weitere Mädchen und Jungen aus Osterfeld sind während der Bauphase in der Meineweher Kita untergebracht.

Baustelle in der Osterfelder Kita „Matzturmmäuse“ nimmt kein Ende

Schon um die Betreuung der Kinder zu gewährleisten, wurden die Arbeiten in vier Bauabschnitte eingeteilt. In den ersten beiden Abschnitten werden die Gruppenräume erneuert, dann folgen Versorgungstrakt und Büroräume. Zum Schluss steht die Fassade samt neuer Wärmedämmung an. Doch wann die Arbeiten abgeschlossen sind, steht in den Sternen. Denn eigentlich sollte das Gesamtprojekt bereits Ende dieses Jahres fertig sein.

Doch bis dahin schafft man vielleicht den 1. Bauabschnitt. Dabei sieht es dort schon gut aus. Ein neuer Sanitärtrakt ist installiert. In drei Gruppenräumen sind die Fußböden frisch verlegt, die Wände gestrichen, Schallschutz an den Decken eingebaut, lediglich die Türen fehlen noch. „Die sollen erst im Dezember geliefert werden, vorher können wir die Räume nicht nutzen“, erklärt Uta Strahl.

Verzögerung der Sanierungsarbeiten frustet

Und auch mit den Kindern könne man deshalb eben nicht in den neuen Trakt umziehen, um auf der anderen Seite die Arbeiten fortzusetzen. Die Wartezeit werde aber genutzt und ein ehemaliger Lagerraum in eine Garderobe umgebaut.

„Wir sind auch nicht glücklich darüber, dass die Arbeiten so lange dauern. Doch die Räume können für die Betriebserlaubnis erst durch das Jugendamt begutachtet werden, wenn sie eben fertig sind“, sagt Sozialamtsleiterin Manuela Hüttig. Doch eine freudige Botschaft in Sachen Kita kann die Amtsleiterin trotzdem verkünden. Am Mittwoch hatte es Nachmessungen zum Schimmelbefall durch den Verbraucherschutz gegeben. „Uns liegt zwar das Protokoll noch nicht vor, aber man hat uns mitgeteilt, dass alles in Ordnung ist.“