Millionen für den Lärmschutz

Baurecht für eine Schutzwand in Schleinitz rückt ein Stück näher

Von Iris Richter
Die Schleinitzer sind einer geplanten Lärmschutzwand entlang der Autobahn 9 einen weiteren Schritt näher gekommen.
Die Schleinitzer sind einer geplanten Lärmschutzwand entlang der Autobahn 9 einen weiteren Schritt näher gekommen. (Foto: IMAGO / Jochen Tack)

Schleinitz/MZ - Die Schleinitzer sind einer geplanten Lärmschutzwand entlang der Autobahn 9 einen weiteren Schritt näher gekommen. Denn am 25. Juni endete das Anhörungsverfahren, bei dem Bürger, Träger öffentlicher Belange sowie Leitungsträger Einwendungen gegen die Planungen vortragen konnten. Das Anhörungsverfahren ist Bestandteil des Feststellungsverfahren, das beim Landesverwaltungsamt anhängig ist. Hier werden nun eventuelle Einwendungen abgewogen und zu einem Beschluss zusammengefasst, der dann wieder Grundlage für die Terminkette zum Bau der Schutzwand ist.

Für die Ortslage ist eine Lärmschutzwand mit einer Länge von 1.080 Metern geplant

Einen genauen Termin, wann die Lärmschutzwand errichtet werden soll, konnte die Pressestelle der Niederlassung Ost der Autobahn GmbH mit Verweis auf das noch laufende Verfahren nämlich noch nicht nennen. Erst nach Vorlage des Feststellungsbeschlusses und dem damit verbundenen Baurecht könne die Autobahn GmbH des Bundes eine Terminkette hinsichtlich Ausführungsplanung, Vergabe und Baubeginn aufstellen, hieß es.

Für die Ortslage Schleinitz ist eine Lärmschutzwand mit einer Länge von 1.080 Metern und einer maximalen Höhe von 6,5 Metern vorgesehen. Durch die Lärmschutzwand werde eine deutliche Verringerung der Lärmbelastung vor allem in den Abendstunden von durchschnittlich 5,5 Dezibel (maximal acht Dezibel) in der Ortslage Schleinitz erreicht, heißt es aus der Pressestelle. Die Immissionsgrenzwerte für den Tag würden dabei durchgängig eingehalten.

Gesamtkosten der Maßnahme werden mit rund 3,5 Millionen Euro kalkuliert

Die verbleibenden Grenzwertüberschreitungen in der Nacht sollen mittels passiver Lärmschutzmaßnahmen, zum Beispiel Schallschutzfenster und Schalldämmlüfter, ausgeglichen werden. Mit der Errichtung der Lärmschutzwand seien auch zusätzliche Baumaßnahmen an den bestehenden Bauwerken und Umverlegungen von Leitungen erforderlich. Die Gesamtkosten der Maßnahme werden mit rund 3,5 Millionen Euro kalkuliert.

Bereits seit 2017 steht im Rahmen der sogenannten Lärmkartierung der Bau einer Schutzwand für Schleinitz im Raum. Damals wurde deutlich, dass für einige Schleinitzer entlang der Autobahn der Grenzwert von 55 Dezibel in der Nacht überschritten wird.