Autobahn A9

Autobahn A9 bei Weißenfels: Acht Unfälle und 13 Verletzte in kurzer Zeit

Weißenfels - Eine Unfallserie auf der Autobahn 9 bei Weißenfels sorgte am Dienstagnachmittag für einen Großeinsatz von Rettungskräften und Polizei. Innerhalb von dreieinhalb Stunden ereigneten sich acht  Unfälle.

Von Birger Zentner

Eine Unfallserie auf der Autobahn 9 bei Weißenfels sorgte am Dienstagnachmittag für einen Großeinsatz von Rettungskräften und Polizei. Innerhalb von dreieinhalb Stunden ereigneten sich acht  Unfälle.

In die Kollisionen waren insgesamt 19 Fahrzeuge verwickelt. 13  Menschen wurden verletzt, darunter auch einige schwer. Genaueres konnte die Polizei am Abend noch nicht sagen. 

Drei Rettungshubschrauber flogen die Unfallstellen an, ein halbes Dutzend Rettungswagen rückte aus. Die Feuerwehr war mit mehr als 20 Mann und sieben Fahrzeugen auf die Autobahn geschickt worden. Die Trasse war über mehrere Stunden in Richtung Berlin E

voll gesperrt.

Erster Unfall am Nachmittag

Angefangen hatte alles mit einem  Unfall nahe dem Kreuz Rippachtal kurz nach 13 Uhr. Dort hatte laut Veit Raczek, Pressesprecher der Autobahnpolizei Weißenfels, ein Autofahrer auf regennasser Fahrbahn die Kontrolle über seinen Wagen verloren und landete im Straßengraben.

Der Fahrer wurde verletzt. Nur fünf Minuten später kollidierte ein Autofahrer in dem Bereich mit zwei weiteren Fahrzeugen. „Er war bei den Witterungsverhältnissen zu schnell unterwegs“, sagte Raczek zur Unfallursache.

Infolge dieses Unfalls bildete sich ein Stau. Ein weiterer Autofahrer erkannt eine halbe Stunde später nicht rechtzeitig, dass vor ihm alles steht, lenkte  seinen Kleintransporter nach rechts in den Straßengraben. Der Mann bleib unverletzt.

Mittlerweile staute sich der Verkehr vom Kreuz Rippachtal schon über mehrere Kilometer bis Weißenfels. Kurz nach 14 Uhr  kam es  zum schwersten Unfall in der Serie. Ein Auto fuhr auf ein bereits stehendes, schleuderte und stieß gegen weitere Fahrzeuge. Sechs Autos wurden in Mitleidenschaft gezogen, sechs Menschen  in den Wagen verletzt. Jetzt kam auch der erste Rettungshubschrauber zum Einsatz.

Feuerwehrmänner und Sanitäter kümmerten sich um die Verletzten. Die Autobahn, auf der ohnehin schon nichts mehr ging, wurde nun komplett in Richtung Berlin gesperrt. Aber der Horror hatte noch kein Ende.

Denn nur fünf Minuten später krachten ein Stück weiter hinten noch einmal vier Autos aufeinander, weil ebenfalls ein Fahrer nicht mehr rechtzeitig vor dem Stauende bremsen konnte. Vier Menschen sind bei diesen Kollisionen verletzt worden. Die Rettungsleitstelle beorderte weitere zwei Rettungshubschrauber an den Unglücksort.

Motorrad und Auto stoßen zusammen

Eine Stunde später stießen ein Motorrad und ein Auto zusammen, weil sie zeitgleich an einer Betriebsausfahrt die Autobahn verlassen wollten. Die beiden Fahrer blieben unverletzt. Und als alle Einsatzkräfte schon dachten, dass nun Schluss ist mit den Unfällen, kam es um 16.40 Uhr noch zu einem weiteren Zusammenstoß.

Auch in dem Fall hatte ein Autofahrer das Stauende zu spät bemerkt und prallte  auf zwei andere Autos. Jetzt  erlitten noch zwei Menschen Verletzungen und wurden ins Krankenhaus Weißenfels gebracht.
Der entstandene Sachschaden an allen beteiligten Fahrzeugen konnte noch nicht genau beziffert werden, beträgt aber wohl mehr als hunderttausend Euro. (mz)