Arbeitsmarkt im Burgenlandkreis

Arbeitsmarkt im Burgenlandkreis: Historischer Tiefstand der Arbeitslosenzahl

Weißenfels/Zeitz - Im Burgenlandkreis gibt es immer weniger Arbeitslose. Allerdings bleiben die regionalen Unterschiede bestehen. Firmen melden mehr freie Stellen.

Von Klaus-Dieter Kunick 31.05.2017, 15:00
Ein Arbeitsvermittler berät in einem Jobcenter einen potenzielle Umschüler.
Ein Arbeitsvermittler berät in einem Jobcenter einen potenzielle Umschüler. dpa

Dass in der Agentur für Arbeit Weißenfels die Sektkorken knallten, dürfte eher nicht der Fall gewesen sein. Dass hingegen große Freude herrschte, schon. Und das aus gutem Grund: „Wir haben einen historischen Tiefstand bei der Arbeitslosigkeit erreicht“, kann sich Landrat Götz Ulrich (CDU) freuen. Nicht unerwähnt lässt der Kommunalpolitiker jedoch, dass zwischen Droyßiger Forst und Finne immerhin noch 7.286 Frauen und Männer ohne Job sind.

Das ist die bittere Pille in der Arbeitsmarktstatistik für den Monat Mai, die am Mittwoch bekanntgegeben wurde. Im Klartext: Die Arbeitslosigkeit im Raum Weißenfels beträgt 7,9 Prozent und im Bereich Zeitz 8,0 Prozent. In der Region Naumburg liegt die Quote bei 7,4 Prozent. Damit sind im Weißenfelser Gebiet 2.837 Menschen ohne Job, in Zeitz 1.984 und in der Region Naumburg 2.465 Personen.

Beim Landrat überwiegt die Freude über das erreichte Ergebnis

Dennoch überwiegt beim Landrat die Freude über das erreichte Ergebnis. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl derjenigen ohne Job beispielsweise um 1.682 Arbeitslose verringert. Rein statistisch betrachtet liegt die Arbeitslosenquote nunmehr bei 7,7 Prozent. Der Burgenlandkreis liegt damit deutlich unter dem Mittelwert der Landkreise Sachsen-Anhalts von 8,2 Prozent. Worauf diese gute Entwicklung zurückzuführen ist, erklärt Götz Ulrich: Er sieht vor allem einen Erfolg des Regionalen Arbeitskreises Arbeitsmarktpolitik. „Dort sitzen Arbeitgeber, Gewerkschaften, die Kammern, die Agentur für Arbeit und das kommunale Jobcenter mit mir an einem Tisch, an dem wir konkrete Konzepte besprechen“, sagt der Landrat.

Erfreuliches kann zudem Stefan Scholz über das Jobcenter berichten. Die Langzeitarbeitslosigkeit verringerte sich im Mai um 77 auf 2.924 Betroffene, fügt der Chef der Agentur für Arbeit hinzu. „Es ist aber auch so, dass Mitarbeiter länger in den Firmen gehalten werden und weniger schnell entlassen werden als noch vor ein paar Jahren“, berichtet Stefan Scholz. Er sagt das vor dem Hintergrund, dass Fachkräfte knapper geworden sind. Darüber hinaus haben einheimische Firmen erneut die Suche nach Arbeitskräften verstärkt. Die Unternehmen meldeten der Arbeitsagentur 176 freie Stellen mehr als noch im Vormonat. (mz)