1. FC Zeitz

1. FC Zeitz: Aufholjagd gegen Sanersdorf II kommt zu spät

Zeitz - Der Zeitzer Club verliert beim Rückrundenauftakt gegen Sandersdorf II 1:2. Welche positiven Dinge Trainer Pöhlitz aus der Partie mitnimmt.

Von Tobias Schlegel 27.02.2017, 14:48

Es war wie so häufig beim 1. FC Zeitz in dieser Landesliga-Saison. Der Ball ist rund, das Spiel dauert 90 Minuten und am Ende stehen die Elsterstädter mit leeren Händen da. Auch der Rückrundenauftakt am vergangenen Sonnabend im Zeitzer Ernst-Thälmann-Stadion ging auf Kunstrasen gegen die SG Union Sandersdorf II in die Hose.

Damit verbleibt der Club mit fünf Pünktchen und nur einem Sieg aus 15 Ligaspielen auf dem letzten Tabellenplatz der Landesliga Süd; neun Punkte hinter dem rettenden Ufer. „Wir werden trotzdem nicht aufstecken“, meinte FC-Trainer Torsten Pöhlitz nach dem 1:2 gegen Sandersdorfs Reserve.

1. FC Zeitz-Trainer Pöhlitz gewinnt Partie trotzdem etwas Gutes ab

Denn auch wenn die Gastgeber am Ende des Tages wieder mit leeren Händen dastanden, wollte Pöhlitz der Partie auch etwas gutes abgewinnen. Denn gegen den Tabellenfünften war mehr drin, doch wie so oft waren es individuelle Fehler und unglückliche Schiedsrichterentscheidungen, die Zeitz ins Hintertreffen brachten.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase war es Routinier Steven Knechtel, der im Mittelfeld leichtsinnig den Ball hergab. Im Gegenzug wusste sich der Zeitzer nicht anders als mit einem Foul zu helfen, um den gegnerischen Konter zu stoppen.

1. FC Zeitz brockt sich mit Foul Gegentor ein

Doch den direktgetretenen Freistoß konnte John-Philip Burandt in der 24. Minute zur Sandersdorfer Führung verwerten. „Dieses Gegentor haben wir uns selbst aufgelegt. Solche Fehler müssen wir abstellen“, ärgerte sich Pöhlitz über diese Situation.

Nur wenige Minuten später waren sich Zeitz-Keeper Robert Grunert und Abwehrspieler Florian Markgraf uneinig, Sandersdorfs Marcus Plomitzer nutzte das Missverständnis zur nächsten kalten Zeitzer Dusche.

Allerdings ging diesem ein nicht geahndetes Foulspiel des Torschützen voraus. „Die Aktion ging klar gegen unseren Verteidiger, das muss der Linienrichter sehen“, zeigte sich Torsten Pöhlitz fassungslos.

1. FC Zeitz zeigte in der ersten Halbzeit zu wenig Offensive

Jedoch zeigte seine Elf in den ersten 45 Minuten auch zu wenig Offensivdrang. Die größte Möglichkeit für den 1. FC Zeitz in der ersten Hälfte besaß Basel Solivani, der kurz vor dem Pausentee alleine vor Robert Hahn im Gästetor auftauchte.

Sein Schuss konnte vom Sandersdorfer Torwart aber um den Pfosten gelenkt werden. Die Ausfälle der Menz Brüder Toni (beruflich verhindert) und Chris (verletzt) machte sich bemerkbar und oft fehlte dem Club die Anspielstation im Angriff. Abdoul Kader Saley blieb im Sturmzentrum wirkungs- und glücklos und wurde nach einer Stunde von Christoph Freyer ersetzt.

Ausfall der Menz-Brüder machte sich beim 1. FC Zeitz bemerkbar

Fortan kam das Zeitzer Offensivspiel besser in Schwung, doch mehr als Distanzschüsse fielen dem Club nicht ein. Erst in der dritten Minuten der Nachspielzeit fand ein Ball den in den Strafraum gerückten Florian Schumann, der diesen im langen Toreck unterbachte. Doch mit dem Jubel über den Anschlusstreffer pfiff Schiedsrichter Martin Krause die Begegnung ab. „In der ersten Halbzeit konnten wir den Ball nicht lang genug in unseren Reihen halten. In der Halbzeit habe ich dann gefordert, mehr Druck auf den Gegner aufzubauen, denn man hat gesehen, dass Sandersdorf hinten anfällig war“, erklärte Pöhlitz.

Natürlich hätten Ausfälle wie die der Menz-Brüder schwer gewogen. „Mit ein paar mehr schnellen Leuten im Angriff wäre heute mehr drin gewesen. Schade, dass wir uns nicht wie im Hinspiel mit einem Punkt belohnen konnten“, seufzte der Zeitzer Fußballlehrer, der aber auch positive Dinge mit aus dieser ersten Pflichtpartie des neuen Jahres mitnahm: „In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel auf ein Tor. Wir haben gezeigt, dass wir Fußballspielen können und in der Lage sind, dies auch in der Landesliga zu tun. Schließlich war es der Tabellenfünfte, den wir im zweiten Durchgang beherrscht haben. Nun müssen wir gegen Stedten genauso weitermachen“, forderte Torsten Pöhlitz. (mz)