1. FC Weißenfels

1. FC Weißenfels: Erstes Achtungszeichen

Brachstedt - Am Ende kannte der Jubel kein Halten mehr. Ausgerechnet der lange Zeit verletzte Kapitän Max Pfannschmidt, der an diesem Tag sein erstes Pflichtspiel seit November letzten Jahres absolvierte, machte den Deckel drauf. Ein langer Ball von Sebastian Petrick erreichte „Pfanne“, der plötzlich auf der rechten Seite mutterseelenallein vor dem gegnerischen Gehäuse auftauchte und zur Entscheidung einnetzte. Nicht nur die mitgereisten Fans, auch Teamkollegen und Trainerteam liefen auf den Platz und bejubelten das Tor sowie den ersten Saisonsieg des 1. FC Weißenfels in der Fußball-Landesliga bei Blau-Weiß Brachstedt am ...

Von Tobias Schlegel 14.08.2016, 19:39

Am Ende kannte der Jubel kein Halten mehr. Ausgerechnet der lange Zeit verletzte Kapitän Max Pfannschmidt, der an diesem Tag sein erstes Pflichtspiel seit November letzten Jahres absolvierte, machte den Deckel drauf. Ein langer Ball von Sebastian Petrick erreichte „Pfanne“, der plötzlich auf der rechten Seite mutterseelenallein vor dem gegnerischen Gehäuse auftauchte und zur Entscheidung einnetzte. Nicht nur die mitgereisten Fans, auch Teamkollegen und Trainerteam liefen auf den Platz und bejubelten das Tor sowie den ersten Saisonsieg des 1. FC Weißenfels in der Fußball-Landesliga bei Blau-Weiß Brachstedt am Sonntagnachmittag.

Damit setzte sich der Club an die Spitze der Tabelle. „Das war ein wichtiger Sieg. Zum einen, weil es das erste Ligaspiel war und noch keiner so richtig weiß, wo er steht. Und dann, weil Brachstedt eine gute Mannschaft hat, die sicher oben mitspielen wird“, erklärte FC-Trainer Maik Zimmermann. Und auch für die Moral sei dieser Erfolg wichtig gewesen: „Die vier Wochen harte Arbeit haben sich gelohnt“, so Zimmermann. Damit setzte der Club auch ein erstes Achtungszeichen im Kampf um die vorderen Tabellenplätze, denn der letztjährige Fünfte ist auf heimischem Platz unangenehm zu bespielen und in den letzten beiden Jahren fing sich der Club hier hohe Pleiten ein.

Jedoch machte es der Club spannend. Mit einem satten Distanzschuss aus gut 25 Metern ins obere Tor-Eck sowie einem weiteren Treffer aus der Nahdistanz brachte Simon Kügler die Weißenfelser vor der Pause mit 2:0 in Führung. „Er hat den Torriecher und die Zielstrebigkeit und man sieht, dass er unbedingt Tore schießen will“, fand Zimmermann lobende Worte über den Neuzugang aus Meuselwitz. Aber auch darüber hinaus gab es nur wenig zu meckern über den Auftritt des Clubs in der ersten Spielhälfte. Auch wenn Brachstedt über Standardsituationen gefährlich blieb und sich der FC nie sicher sein konnte, hatte er den Gegner doch im Griff.

Erst im zweiten Durchgang änderte sich das Geschehen. Brachstedt erhöhte den Druck, während der Club nur noch mit langen Bällen agierte und sich hinten rein drängen ließ. „Taktisch war das nicht mehr so gut wie in der ersten Halbzeit. Wir standen zu tief hinten drin und hatten keinen Griff mehr auf die Partie“, fand Zimmermann. Nach dem Brachstedter Anschlusstreffer wäre es beinahe soweit gewesen, dass der Ausgleich fiel, doch Tobias Grün parierte einen Foulelfmeter und hielt die 2:1-Führung fest. (mz)