Brustkrebs Brustkrebs: Viele Frauen gehen zur Früherkennung
Magdeburg/MZ. - Frauen in Sachsen-Anhalt nehmen die Brustkrebs-Früherkennung im Bundesvergleich besonders ernst. Im vergangenen Jahr kamen 66,8 Prozent der eingeladenen Frauen zum Mammografie-Screening, wie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen-Anhalt gestern mitteilte. Bundesweit habe die Quote 2009 lediglich bei 53 Prozent gelegen; aktuellere Zahlen lägen nicht vor. Laut KV-Chef Burkhard John hängt die große Akzeptanz unter den Sachsen-Anhalterinnen auch mit den aus der DDR bekannten Reihenuntersuchungen zusammen.
Das Mammografie-Screeningprogramm startete vor knapp fünf Jahren. Eingeladen werden alle zwei Jahre Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren. Ziel ist, durch die Untersuchung Tumore in einem Frühstadium zu erkennen und die Sterblichkeit durch eine sofortige Behandlung zu senken. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen und tritt zwischen 50 und 70 Jahren besonders häufig auf. Jährlich sterben rund 750 Frauen im Land daran.
Mit dem Screening sind in Sachsen-Anhalt viermal mehr Brusttumore gefunden worden als davor. Laut KV waren in den ersten beiden Jahren des Screenings acht von 1 000 Frauen erkrankt.