Existenzgründerpreis

Wettbewerb um den „Zeitzer Michael“ startet

Der Existenzgründerpreis Zeitzer Michael 2021 wird am 10. Februar des kommenden Jahres übergeben. Warum es schon jetzt Bewerber gibt.

Von Torsten Gerbank
Alexander Lengstorff Wendelken übernimmt den Staffelstab vom Zeitzer Oberbürgermeister Christian Thieme (CDU, r.).
Alexander Lengstorff Wendelken übernimmt den Staffelstab vom Zeitzer Oberbürgermeister Christian Thieme (CDU, r.). (Foto: T. Gerbank)

Zeitz/MZ - Der Wettbewerb um den Existenzgründerpreis Zeitzer Michael startet in eine neue Runde. Die Trophäe soll am 10. Februar nächsten Jahres zum 24. Mal vergeben werden. Geplant ist eine Veranstaltung mit vielen Gästen aus Politik und Wirtschaft im Festsaal von Schloss Moritzburg - ein Treffen Auge in Auge.

In diesem Jahr hatte die Vergabe des Zeitzer Michaels digital via Videoveranstaltung stattgefunden. Die Corona-Pandemie hatte den üblichen Festakt und das analoge Netzwerken unmöglich gemacht. So war jüngst auch „nur“ der Hauptpreis „Zeitzer Michael“ vergeben worden. Ihn bekam Annett Baumann, die 2018 das Gasthaus „Zum Dorfkrug“ in Rehmsdorf übernommen hatte. Sonderpreise gab es dieses Jahr nicht. Am Ende des nun startenden Wettbewerb sieht das anders aus. Wer teilnimmt hat nicht nur die Chance, mit dem Zeitzer Michael 2021 geehrt zu werden, sondern auch die Möglichkeit, einen der fünf Sonderpreise zu gewinnen.

Existenzgründerpreis wird vergeben von der Stadt und dem Pakt für Arbeit Zeitz

Der Existenzgründerpreis wird vergeben von der Stadt und dem Pakt für Arbeit Zeitz. Michael Gottschlich, Koordinator der Beschäftigungsinitiative Pakt für Arbeit Zeitz, rechnet damit, dass es in diesem Jahr um 25 bis 30 Bewerber geben wird. Ein Teil der Existenzgründer, die für den Preis in Frage kommen, muss sich nicht einmal neu bewerben. Wer im vergangenen Jahr am Wettbewerb teilgenommen hat, ist laut Gottschlich in diesem Jahr automatisch nominiert. „Wenn er will“, so der Koordinator. Das treffe nur nicht auf die jüngste Siegerin zu.

Um den Preis können sich Unternehmer bewerben, die sich im Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2020 selbstständig gemacht haben. Trifft die Prognose Gottschlichs zu, könnte die Zahl der Bewerber über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre liegen. Allerdings: Es gab auch Zeiten, in denen es knapp 50 Bewerber gab. Damals, so Gottschlich, habe es in der Region eine viel höhere Arbeitslosigkeit und Angst vor Jobverlust gegeben, so dass es mehr Unternehmensgründungen gab. Hausmeisterdienste zum Beispiel. Bewerben um den Zeitzer Michael können sich Existenzgründer ab sofort und bis 18. November.

Den Auftakt zum Wettbewerb nutzte der Pakt für Arbeit, der dieses Jahr 25. Geburtstag feiert, um turnusmäßig den Chefsessel neu zu besetzen. Neuer Vorsitzender des Paktes ist Alexander Lengstorff Wendelken, Arbeitsdirektor der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (Mibrag). Er übernahm den Staffelstab vom Zeitzer Oberbürgermeister Christian Thieme (CDU).

„Extrem gute Fachkräfte“

Im Pakt für Arbeit arbeiten Vertreter der Wirtschaft, der öffentlichen Verwaltung und der Gewerkschaft zusammen. Genau diese Zusammenarbeit, diese Kooperation bezeichnete Lengstorff Wendelken als wichtig und besonders. Mit Blick auf den Strukturwandel gehe es darum, „nachhaltiges Wachstum“ zu schaffen. Es müssten Unternehmen angesiedelt werden, die Werte erwirtschaften. Und dazu, so der Manager, sei Zeitz in der Lage: Es gebe eine Menge Fachkräfte, die neuen Geschäftsfeldern und Unternehmensstrukturen zugeführt werden könnten. Zudem würden hier „extrem gute Fachkräfte“ ausgebildet. Das mache die Zeitzer Region attraktiv für alle, die über Ansiedlung nachdenken.

„Währung für Ansiedlung sind nicht mehr Steuererleichterungen oder günstige Liegenschaften“, so Lengstorff Wendelken. Entscheidend sei die Verfügbarkeit von Fachkräften. Diese Meinung teilt Thieme: Fachkräftesicherung sei die Basis für jedes Unternehmen.

Im Internet: www.zeitz.de; www.zeitzer-michael-preis.de; Information per Telefon: 03441/832 82