Weinroute Weiße Elster

Weinroute Weiße Elster: Anradeln am 1. Mai an der Weißen Elster

Droyßig - Der Radweg entlang der Weinroute an der Weißen Elster hat sich in den vergangenen Jahren zu einem touristischen Magneten entwickelt. Am 1. Mai gibt es das Anradeln

Von Yvette Meinhardt 26.04.2016, 10:00

Die Sonne lacht über dem Elstertal, und in der wärmeren Jahreszeit kommen zahlreiche Ausflügler vor die Tore der Stadt Zeitz. „Der Radweg entlang der Weinroute an der Weißen Elster hat sich in den vergangenen Jahren zu einem touristischen Magneten entwickelt, und wir freuen uns über diesen kontinuierlichen Erfolg“, sagt Verbandsgemeindebürgermeisterin Manuela Hartung (SPD). Mit dem Anradeln am 1. Mai wird die neue Saison eröffnet. Und Hartung lässt es sich nicht nehmen, auch in diesem Jahr das offizielle Startzeichen zu geben und vielleicht ganz in Familie auch ein Stück auf dem Drahtesel zurückzulegen.

1. Mai im Elstertal

In diesem Jahr geht es bereits zum zwölften Mal auf Tour. Hunderte Gäste radeln am 1. Mai durch das Elstertal, ob gemeinsam, in kleinen Gruppen oder allein. Sie kommen dabei längst nicht mehr nur aus der Region, sondern auch aus Halle und Leipzig, Gera und Zwickau beispielsweise. Direktvermarkter und Winzer entlang der Weißen Elster, Gaststätten und Vereine der Region haben sich zusammengeschlossen, um dieses Ereignis gemeinsam auf die Beine zu stellen.

„Die Verbandsgemeinde ist der Schirmherr, übernimmt aber keinerlei Haftung“, unterstreicht Manuela Hartung. Und so eine Art Materialwagen für kleine Reparaturen gibt es in diesem Jahr nicht mehr. Lediglich ein Auto vom Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Droyßiger-Zeitzer Forst ist mit unterwegs.

Winzerfrühstück auf Kloster Posa

Los geht es traditionell um 9 Uhr mit einem gemeinsamen Winzerfrühstück auf Kloster Posa. Von hier aus führt die Route ins Elstertal in Richtung Wetterzeube. An so mancher Station kann man sich niederlassen, in der Vinothek in Salsitz Wein probieren, im Ziegenhof Schleckweda den tierischen Nachwuchs beobachten, an der Bischofsleite in Wetterzeube rasten oder bis zum Beeren- und Straußenhof nach Trebnitz radeln.

Wer will, kann natürlich den steilen Berg zu Haynsburg erklimmen. Hier oben gibt es Kost für Gaumen und Geist. Wirtin Kerstin Hoffmann erwartet die Gäste und bietet in der Burg auch Übernachtungen im Hotel an. Im Heimatmuseum auf der Haynsburg erfährt man viel Wissenswertes über das Leben und Wirken des Pfarrers und Schriftstellers Alfred Otto Schwede. Darüber hinaus wird es in diesem Jahr zwei neue Stationen geben. Zum ersten Mal sind der Heimat- und Kirchenverein Schkauditz und die Familie Ham mit der Villa Neuhaus in Salsitz dabei.

Schkauditz

Das kleine beschauliche 160-Seelen-Dorf Schkauditz ist durchaus einen Abstecher wert. Bereits in der vergangenen Woche haben sich die Mitglieder des 19-köpfigen Vereines getroffen, die Beete an der Bushaltestelle von Unkraut und Wurzelwerk befreit. Hier wollen sie sich den Sportfreunden vorstellen, die Gäste zu einer kleinen Rast einladen. Den Drahtesel kann man dabei getrost stehen lassen, den Berg zu der einzigartigen romanischen Kirche hinaufstiefeln und dabei einen wunderbaren Blick in das Elstertal genießen.

Die Kirche selbst ist ein kulturhistorisches Kleinod und stammt aus der Zeit der Romanik. „Unser Gotteshaus ist sehr sehenswert, aber selbst in unserer Region nahezu unbekannt“, sagt Ines Dittmann vom Heimat- und Kirchenverein. Aus diesem Grund kann man das Bauwerk zum Anradeln besichtigen, über gut erhaltene historische Grabplatten staunen und den Blick ins Elstertal genießen.

Weingut Hubertus Triebe aus Würchwitz

„Für unseren kleinen Stand konnten wir das Weingut Hubertus Triebe aus Würchwitz gewinnen, darüber freuen wir uns sehr“, sagt Ines Dittmann. Und Winzerin Grit Triebe ist ebenfalls voller Vorfreude auf das Anradeln. „Unser Wein wächst an den Rebstöcken im wunderschönen Englischen Garten direkt an den Hängen im Elstertal, das ist quasi nur einen Steinwurf von Schkauditz entfernt. Aus diesem Grund sind wir sehr gern beim Anradeln entlang der Weinroute dabei“, sagt Grit Triebe. Für das leibliche Wohl sorgen die Mitstreiter des Heimatvereines. So gibt es einige Kleinigkeiten wie Bockwurst und Brötchen, Fettbemme, Kaffee und Kuchen.

Ebenfalls neu beim Anradeln dabei ist Andreas Ham, der Gärtner, der mit seiner Frau Veronika das Gut Neuhaus in Salsitz aus dem Dornröschenschlaf wecken will. Der Unternehmer aus Gera baut in Salsitz eine Spezialzucht von 200 verschiedenen Sorten von Seerosen auf, zudem gibt es weitere Wasserpflanzen und verschiedene Stauden. Wie weit die neue Gärtnerei in Salsitz bereits vorangeschritten ist, davon kann man sich beim Anradeln selbst ein Bild machen. Der Hofladen ist geöffnet. Dazu gibt es Kaffee und Kuchen, Plattenhopser und Gegrilltes. (mz)

Alle Stationen beim Anradeln haben von 10 bis 18 Uhr geöffnet.