„Gar nicht gewusst, dass das Teil verboten war“

Warum Zeitzer für verbotenes Feuerwerk straffrei davonkommt

Feuerwerk
Feuerwerk (Foto: dpa)

Zeitz - Obwohl er in der vergangenen Silvesternacht eine verbotene Feuerwerksbatterie in seinem Garten gezündet hat, ist ein 47-jähriger Zeitzer vor dem Amtsgericht jetzt ohne Strafe weggekommen. Der Richter stellte das Verfahren gegen den gänzlich nicht-vorbestraften Mann gegen eine Geldauflage von 500 Euro wieder ein. Zuvor hatte der Angeklagte erklärt, „dass ich gar nicht gewusst habe, dass das Teil verboten war. Das lag schon seit Jahren in meinem Keller und ich wollte es mal verbrauchen. Ich habe auch gar nicht so genau auf die Kennzeichnung geachtet.“

Der Zeitzer war von seinen Nachbarn angezeigt worden, mit denen er laut seinem Verteidiger schon seit Jahren im Streit liege. „Zum Glück ist ja nichts weiter passiert“, meinte der Richter, „die Leidtragenden sind am Ende aber die, die das Feuerwerk anzünden, wenn es in der Hand explodiert, weil es nicht sicher war.“

Er sprach in diesem Zusammenhang auch von einer gewissen Verantwortung des Angeklagten bezüglich seiner sieben und 16 Jahre alten Kinder. „Seien Sie beim nächsten Mal bitte vorsichtiger und überprüfen Sie unbedingt, ob das Feuerwerk erlaubt ist“, sagte er abschließend. (mz/mv)