Waldemar will schmusen

Warum ein kleiner Kater nie wieder alleine in den Wald möchte

Von Angelika Andräs
Kater Waldemar
Kater Waldemar (Foto: Jacqueline Just)

Zeitz - Waldemar heißt der wunderschöne Perserkater, der nur knapp überlebt hat. Den Namen erhielt er im Zeitzer Tierheim, weil er „im Walde war“, wie Tierpflegerin Jacqueline Just verrät. Was jetzt vielleicht witzig klingt, war es aber gar nicht.

Der Kater wurde nämlich im Zeitraum zwischen 20. und 22. Mai im Wald zwischen Ossig und Schellbach ausgesetzt. „Nur dem Umstand, dass dort Leute mit ihrem Hund unterwegs waren, ist es zu verdanken, dass er in dem entlegenen Waldgebiet überhaupt entdeckt wurde“, berichtet Just. „Er hielt sich an einem Hochsitz auf, ließ sich von uns aber nicht einfangen, sondern kletterte immer wieder auf einen Baum.“ Erst mit Hilfe einer Lebendfalle gelang es dann den Zeitzer Tierschützern, das völlig verwirrte, verängstigte Tier einzufangen, das gar nicht wusste, wie ihm geschah.

Waldemar liebevoll versorgt und aufgebaut

Im Tierheim wurde Waldemar liebevoll versorgt und aufgebaut. Jetzt ist er soweit, dass er sein Köfferchen packen und in ein Zuhause ziehen möchte, in dem er sein Leben verbringen darf, ohne Angst haben zu müssen, wieder ausgesetzt zu werden.

Waldemar ist circa drei Jahre alt und kastriert. Er ist sehr anhänglich und lieb und verspricht, ein echter Schmusekater zu sein. Vermittelt wird Waldemar nur als Wohnungskatze. Kennenlernen kann man ihn im Tierheim, Naumburger Straße. Wie übrigens noch viele andere Katzen, die zum Teil schon lange darauf warten, dass sich ein Mensch ausgerechnet für sie interessiert. Sie sind zwar keine süßen Katzenbabys mehr - wie auch Waldemar - haben aber ein Zuhause ebenso verdient. Nach Absprache kann man schauen, wo die Chemie stimmt. (mz)

Tierheim Zeitz: 03441/21 95 19, Infos auf www.tierheim-zeitz.de