Kommentar zu Museums-Schenkungen

Kommentar zu Museums-Schenkungen: Eine große Hilfe

Zeitz - Es ist wunderbar, wenn Einrichtungen, wie das Museum Schloss Moritzburg in Zeitz, Schenkungen bekommen. Zeigt das doch, dass Menschen Interesse an den Sammlungen haben, dass sie wertvolle Dinge wohl verwahrt wissen wollen. In Zeiten leerer Kassen in den Kommunen sind solche Schenkungen ein noch größerer Segen. Der Grund ist eher traurig: Wenn gespart werden muss, wird an den freiwilligen Aufgaben gespart. Dann muss zuerst das Geld gestrichen werden, das Ankäufe für museale Sammlungen, für die Regale der Bibliotheken ermöglichen ...

Es ist wunderbar, wenn Einrichtungen, wie das Museum Schloss Moritzburg in Zeitz, Schenkungen bekommen. Zeigt das doch, dass Menschen Interesse an den Sammlungen haben, dass sie wertvolle Dinge wohl verwahrt wissen wollen. In Zeiten leerer Kassen in den Kommunen sind solche Schenkungen ein noch größerer Segen. Der Grund ist eher traurig: Wenn gespart werden muss, wird an den freiwilligen Aufgaben gespart. Dann muss zuerst das Geld gestrichen werden, das Ankäufe für museale Sammlungen, für die Regale der Bibliotheken ermöglichen würde.

Das ist bitter. Umso wichtiger ist es, dass „freiwillige“ kommunale Einrichtungen, wie das Schlossmuseum, eine Lobby haben. In diesem Fall eine sehr aktive Fördergesellschaft und die Ernst-Ortlepp-Gesellschaft. Viele Förderer tragen hier kleinere und größere Beiträge zusammen, um Bücher und Kunstwerke kaufen zu können. Auch das ist noch einmal etwas anderes, als wenn ein Großsponsor mal etwas aus der Portokasse rüberreicht: Hier sind viele beteiligt. Jeder hilft mit dem, was er kann und will. Das verbindet. Heißt aber nicht, dass ein Großsponsor nicht auch willkommen wäre.

Die Autorin erreichen Sie unter: angelika.andraes@mz-web.de