Insolvenz Klinikum Burgenlandkreis

Insolvenz Klinikum Burgenlandkreis: Verliert Zeitz die Frauenklinik?

Zeitz - Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Zeitzer Georgius-Agricola-Klinikum soll zum 31. Dezember 2019 schließen. Eine Frauenklinik würde es dann ab Januar nur noch in Naumburg geben. Dies könnte die erste Reaktion auf die finanzielle Schieflage der Klinikum Burgenlandkreis GmbH sein, deren Geschäftsführer Lars Frohn vor vier Wochen Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Halle angemeldet hat. Betroffen sind beide Häuser der GmbH, sowohl das Krankenhaus in Zeitz, als auch das in ...

Von Angelika Andräs 15.10.2019, 14:20

Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Zeitzer Georgius-Agricola-Klinikum soll zum 31. Dezember 2019 schließen. Eine Frauenklinik würde es dann ab Januar nur noch in Naumburg geben. Dies könnte die erste Reaktion auf die finanzielle Schieflage der Klinikum Burgenlandkreis GmbH sein, deren Geschäftsführer Lars Frohn vor vier Wochen Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Halle angemeldet hat. Betroffen sind beide Häuser der GmbH, sowohl das Krankenhaus in Zeitz, als auch das in Naumburg.

Nach Insolvenzantrag: Verliert Zeitz die Frauenklinik?

Bestätigt wurde die Verlagerung der Frauenklinik nach Naumburg weder vom Burgenlandkreis als alleinigem Gesellschafter der Klinikum Burgenlandkreis GmbH, noch von der Pressestelle des Burgenlandklinikums. Mitarbeiter hatten aber am Dienstagmorgen während der Übergabe von 10.872 Unterschriften für den Erhalt des Zeitzer Klinikums bestätigt, dass sie bereits informiert worden seien. „Wir äußern uns grundsätzlich nicht zu Mutmaßungen“, erklärte der Sprecher der Klinikum Burgenlandkreis GmbH Martin Wohlrabe auf MZ-Anfrage, „wichtig ist uns, über alle notwendigen Veränderungen zunächst mit unseren Mitarbeitern sowie den entsprechenden Gremien zu sprechen. Dies wird unter anderem bei einer Mitarbeiterversammlung am Donnerstag der Fall sein.“

Gerade eine solche Verlagerung wollten die Zeitzer mit ihrer Unterschriftenaktion verhindern. Udo Lange, der die Petition für die Stadtratsfraktion ALL/FDP/FWT initiiert hatte und am Dienstag dem Landrat Götz Ulrich (CDU) übergab, erklärte dazu: „Ich sehe diese Petition nicht als Bitte. Es ist eine Forderung.“ Die Forderung, das Krankenhaus in Zeitz in vollem Umfang als Klinikum zu erhalten. Seitens des Landkreises und des Sanierungsgeschäftsführers Arne Berndt bleibt es bei der Aussage, dass das Klinikum an beiden Standorten und in kommunaler Trägerschaft erhalten bleiben soll. „Es ist noch nichts entschieden“, so Berndt. (mz)