Nach starken Rauchwolken über Schule

Heftige Kritik ab Verbrennung von Gartenabfällen in Zeitz: „Es ist nicht mehr zeitgemäß“

Nun sollen Politiker handeln.

Von Angelika Andräs 13.10.2021, 12:00 • Aktualisiert: 13.10.2021, 13:07
Wegen der starken Rauchentwicklung beim Verbrennen von Gartenabfällen musste sogar das Gymnasium geräumt werden.
Wegen der starken Rauchentwicklung beim Verbrennen von Gartenabfällen musste sogar das Gymnasium geräumt werden. Foto: Czapla

Zeitz/MZ - Es gab viele wütende Reaktionen, nachdem das Haus II des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Zeitz am Montag geräumt werden musste, weil sich beim Verbrennen von Gartenabfällen zu starker Rauch entwickelte. Es gab aber auch Leserstimmen, die die Hoffnung ausdrückten, dass dies doch endlich der letzte Anstoß sein müsse, das Verbrennen zu untersagen.

Heftige Kritik an Verbrennung von Gartenabfällen und starker Rauchwolken über Zeitz

„Wenn jetzt Stadtrat, Kreistag, Landrat und Oberbürgermeister nicht endlich diesem umwelt- und klimaschädigenden, gesundheitsschädlichen und nun auch für diesen Vorfall verantwortlichen Treiben ein Ende bereiten, dann weiß ich wirklich nicht mehr weiter“, schrieb Johanna Klein. Gerd Schneider rief ebenfalls die MZ an, um von der Rauchwolke über der Käthe-Niederkirchner-Straße zu berichten.

„Ich mache mir keine Illusionen“, sagte er, „ich weiß, was meine Schwägerin hier in Zeitz-Ost schon alles erlebt hat mit dieser Verbrennerei. Ich weiß, wie es ist, wenn der stinkende Qualm über der Unterstadt oder Rasberg steht. Es muss endlich Schluss sein damit.“ Er wünscht sich, dass dieser Vorfall in Zeitz-Ost jetzt unmittelbar ein Anlass ist, „die Ordnung wieder herzustellen und die Ausnahme vom Verbot des Verbrennens in Zeitz zurückzunehmen“.

Politiker sollen nun handeln

Andreas Exler (FWZ) ist Vorsitzender der Fraktion, die bereits mehrfach versucht hat, die Ausnahmegenehmigung vom deutschlandweit geltenden Verbrennungsverbot in Zeitz zu kippen. „Als Fraktionsvorsitzender finde ich das Verbrennen von Gartenabfällen nicht mehr zeitgemäß“, sagt er, „die Abfallwirtschaft hält mit den Wertstoffhöfen ein kostenloses Angebot bereit, den Ast- und Grünschnitt abzugeben.“

Geschredderter Astschnitt diene der Energieerzeugung. „Auch aus Klimaschutzgründen sollte es nun einfach eine landeseinheitliche Regelung dazu geben. Die Zeit ist wirklich reif dafür.“ Viele Zeitzer hoffen, dass sich das Thema Verbrennen von Gartenabfällen bis zum März erledigt hat, dann dürfte in Zeitz wieder gezündelt werden. „Nach diesem Vorfall sollte man es schnell anpacken“, meint Leser Bernd Müller.