Einweihung im Herbst geplant

Einweihung im Herbst geplant: Gedenktafel an SED-Opfer wird am Gewandhaus aufgestellt

Zeitz - Ab Herbst soll am Zeitzer Gewandhaus am Altmarkt eine Gedenktafel an die Opfer des SED-Regimes erinnern. Wie Oskar Schmidt jetzt mitteilte, soll die Tafel am Sonnabend, 11. September, eingeweiht werden. Oskar Schmidt, der in Schifferstadt lebt, gehört einer Gruppe von Frauen und Männern an,  deren Mitglieder in Zeitz geboren wurden oder in der Stadt leben und sich für das Erinnern an die Opfer des SED-Regimes eingesetzt ...

Von Torsten Gerbank 09.03.2021, 09:18

Ab Herbst soll am Zeitzer Gewandhaus am Altmarkt eine Gedenktafel an die Opfer des SED-Regimes erinnern. Wie Oskar Schmidt jetzt mitteilte, soll die Tafel am Sonnabend, 11. September, eingeweiht werden. Oskar Schmidt, der in Schifferstadt lebt, gehört einer Gruppe von Frauen und Männern an,  deren Mitglieder in Zeitz geboren wurden oder in der Stadt leben und sich für das Erinnern an die Opfer des SED-Regimes eingesetzt hat

Mehrere tausend Menschen aus politischen Gründen aus Zeitz geflohen

Wie Schmidt sagt, ist der Termin der Einweihung von Oberbürgermeister  Christian Thieme (CDU) so bestätigt worden. Schmidt schreibt dazu: „Vielen Dank an die Zeitzer Stadtverwaltung für die frühzeitige Festlegung. Das gibt auch ehemaligen Zeitzern, die heute in der Ferne leben, die Möglichkeit, sich auf den Termin einzurichten und teilzunehmen.“ Schmidt und seine Mitstreiter hätten dazu mehrere Anfragen vorliegen. 

Der Mann aus Schifferstadt erinnert gleichzeitig daran,  dass „nach 1945 und in der DDR-Zeit (1949-1989) bekanntlich mehrere tausend Menschen aus politischen Gründen und aufgrund politischer Repression aus Zeitz und dem Kreis Zeitz geflüchtet sind“.

Gedenktafel für SED-Opfer

Im Sommer vergangenen Jahres hatte die Gruppe erneut einen Vorstoß unternommen, in Zeitz  mit Hilfe einer Gedenktafel an die Opfer des SED-Regimes zu erinnern. Es gab zunächst ein Schreiben an Oberbürgermeister Thieme, dann Diskussionen in Ausschüssen des Stadtrates und letztlich einen Beschluss des Stadtrates. Die Tafel soll etwa eineinhalb Meter lang und 50 Zentimeter hoch werden.

Damit ist ihre Größe identisch mit der jener Tafel, die am Gebäude bereits daran erinnert, dass in dem Haus in den Jahren 1933 bis 1945 hunderte Antifaschisten von der Gestapo gefoltert und misshandelt worden sind.
Die Einweihung der Tafel, so Schmidt, sollte nach dem eigentlichen Akt im Rathaus mit einer Veranstaltung fortgesetzt werden. (mz)