Strukturwandel

Chemie- und Industriepark Zeitz soll ausgebaut werden

Von Martin Walter 15.10.2021, 09:40
Chemiepark Zeitz in Alttröglitz
Chemiepark Zeitz in Alttröglitz (Foto: Torsten Gerbank)

Zeitz/Elsteraue/MZ - Der Chemie- und Industriepark Zeitz soll ausgebaut werden. Wie Landrat Götz Ulrich (CDU) im Kreistag mitteilte, sei voraussichtlich eine Erweiterung bis zum Göbitzer Ortsteil Torna geplant. Auf den dazugewonnenen Flächen sollen sich vor dem Hintergrund des Strukturwandels neue Unternehmen ansiedeln, die die wegfallenden Arbeitsplätze infolge des Kohleausstiegs kompensieren können. Dazu seien Gespräche zwischen dem Landrat, dem Zeitzer Oberbürgermeister Christian Thieme (CDU), dem Bürgermeister der Elsteraue, Andreas Buchheim (parteilos) sowie der Betreiberfirma Infra Zeitz und der regionalen Planungsgemeinschaft anberaumt. Der Chemie- und Industriepark ist im Landes- und Regionalentwicklungsplan als Fläche „mit besonderem Entwicklungspotenzial“ für Gewerbe- und Industrieansiedlungen definiert.

Dazu zählt auch ein weiteres Gebiet, welches noch erschlossen werden muss. Der Burgenlandkreis und die Gemeinden Weißenfels, Lützen und Teuchern planen ein gemeinsames Gewerbegebiet. Kürzlich habe der Landrat dazu konstruktive Gespräche mit den Bürgermeistern der drei Gemeinden sowie den Förderlotsen der Investitionsbank und der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt geführt. Doch gelte es noch zu klären, ob ein sogenannter Planungsverband zwischen den Städten Weißenfels, Lützen und Teuchern sowie dem Burgenlandkreis gegründet werden kann und wie Fördermittel, der Flächenerwerb und der spätere Betrieb des Gewerbegebiets gesichert werden können. Verkehrstechnisch wäre die Industriefläche optimal angebunden, sie soll nämlich auf Höhe der Anschlussstelle der Bundesstraße 91 an die Autobahn 9 unweit des Zorbauer Gewerbegebiets entstehen. Am 25. Oktober sind laut Götz Ulrich weitere Gespräche geplant.