9. Musikalischen Autoherbst

9. Musikalischen Autoherbst: Rund um PS und Sicherheit

Zeitz - Leuchtend rot, schnittig mit gestreckter Motorhaube - der Mustang GT am Stand von Autohaus Poser beim 9. Musikalischen Autoherbst veranstaltet von der Mitteldeutschen Zeitung und dem Schlosspark Moritzburg zieht am Sonntag viele Augen auf sich. Die von Caroline und Marcus Gönne aus Freyburg beispielsweise - die zwei schauen nicht nur, sie setzen sich auch zur Probe rein. Der Sitz sei etwas gewöhnungsbedürftig, finden sie, was aber nicht schlimm ist, da sie mit ihrem Auto zufrieden seien. Der Mustang sei „sowieso eher ein Spaßauto“, findet Caroline Gönne. Und deshalb eher was „zum Ausleihen und mal Fahren“, wie ihr Mann ...

Von Julia Reinard 19.09.2016, 11:45

Leuchtend rot, schnittig mit gestreckter Motorhaube - der Mustang GT am Stand von Autohaus Poser beim 9. Musikalischen Autoherbst veranstaltet von der Mitteldeutschen Zeitung und dem Schlosspark Moritzburg zieht am Sonntag viele Augen auf sich. Die von Caroline und Marcus Gönne aus Freyburg beispielsweise - die zwei schauen nicht nur, sie setzen sich auch zur Probe rein. Der Sitz sei etwas gewöhnungsbedürftig, finden sie, was aber nicht schlimm ist, da sie mit ihrem Auto zufrieden seien. Der Mustang sei „sowieso eher ein Spaßauto“, findet Caroline Gönne. Und deshalb eher was „zum Ausleihen und mal Fahren“, wie ihr Mann ergänzt.

Individualisierung liegt im Trend

Noch während sie dort stehen, kommt ein anderer Besucher, um sich mit Verkäufer Frank Herke über den Mustang zu unterhalten. Die Eckdaten hat er parat: Acht Zylinder, 421 PS „in der europäischen Version“, bis 250 Kilometer pro Stunde, heckangetrieben. „Er ist schön, macht Spaß und hat schon einen anderen Klang“, findet er. Und man sieht deutlich die großen Bremsscheiben - die auch nötig sind bei dem Tempo und Gewicht, die gegebenenfalls runtergebremst werden müssen. Dass man die Bremsen sieht, das ist bei verschiedenen Felgen möglich.

Die großen Trends im Autobereich sind Effizienz, Individualisierung und Allrad, heißt es bei einigen der 14 Autohäuser. Wobei Effizienz sich auch auf die Folgekosten bezieht: „Die Kunden sind preissensibel geworden“, nennt das Andreas Meiner, Geschäftsführer des Autohauses AuTrak. Wobei sowohl die Anschaffungs- als auch die Folgekosten gemeint sind: Kfz-Steuer, Verbrauch, Haltungskosten.

Auch Lutz Keilhaue, Inhaber von Autozentrum Zeitz Keilhaue GbR, hat festgestellt, dass der Verbrauch eine entscheidende Rolle beim Kauf einnimmt. Außerdem beobachtet er eine steigende Allrad-Quote und nimmt an, es liege auch daran, dass der Preisunterschied zwischen Allrad und normalem Antrieb nicht mehr so groß ist.

Christian Mruzek, Standortleiter vom Zeitzer Autohaus, einer Filiale der AMS Burgenland GmbH, sieht noch einen weiteren Trend: So gebe es mittlerweile eine so große Modellvielfalt, dass sich „jeder sein eigenes Auto zusammenstellen kann“. Als Beispiel nennt er den Opel Adam. Der biete mehr als 36.000 Kombinationsmöglichkeiten - darunter 27 Alufelgen, die sich in Größe und Form unterscheiden und farblich von bunt über Silber bis Schwarz reichen.

Rettungskarte fürs Auto

Die Besucher des Musikalischen Autoherbsts freut die große Angebotsvielfalt und die Möglichkeit, mit Fachleuten zu sprechen. Sie staunen aber auch über die Präsentation der Polizeihundestaffel und die vielen Angebote von Polizei, Verkehrswacht, Feuerwehr und Rettungssanitätern. So zeigten Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz (DRK) die Rettung einer im Auto eingeklemmten Person. „Wir wollen damit zeigen, was im Notfall passiert, weil man im normalen Einsatz nicht jedes Detail davon sehen kann“, erklärt Heiko Herrmann, Brandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr Zeitz.

Die Ehrenamtlichen wollen über die eigene Arbeit informieren und zu wichtigen Themen beraten. Herrmann ist es wichtig, auf die sogenannte Rettungskarte hinzuweisen. Die gibt es im Internet für jedes Fahrzeug, kann auf A4 ausgedruckt und hinter die Sonnenblende im Auto gesteckt werden. Im Notfall helfe sie den Einsatzkräften bei der Rettung.

(mz)