Mann trauert um Jagdhund

Wurde Hund in Bad Schmiedeberg vorsätzlich mit Pkw überrollt?

Mann aus Bad Schmiedeberg trauert um seinen Jagdhund.

Von Marcel Duclaud 14.10.2021, 08:37 • Aktualisiert: 14.10.2021, 09:08
Jagdhund (Symbolbild)
Jagdhund (Symbolbild) imago images/penofoto

Bad Schmiedeberg/MZ - Peter Kaiser ist traurig und empört. Sein Dackel, den er 13 Jahre lang hatte, wurde überfahren.

Freitag vergangener Woche habe er seine beiden Hunde ausgeführt, wie er das oft tut. Einer war angeleint, der andere nicht. Als er aus dem Tor war, näherte sich auf der Straße, die sonst kaum befahren ist, ein Wagen. Der Fahrer habe gehalten, das Fenster herunter gelassen und ihn angeschnauzt wegen des unangeleinten Tieres. Gerade als er seinen ausgebildeten Jagdhund an die Leine nehmen wollte und sich deshalb niederbeugte, sei der Mann losgefahren - „über meinen Hund, meine Hand streifte er auch noch“.

Dass er das Tier vor dem Auto gesehen haben muss, davon ist der Bad Schmiedeberger überzeugt. Er habe anschließend seinen toten Hund in den Garten getragen und die Polizei informiert.

Die bestätigt die Anzeige auf Nachfrage der MZ. Cornelia Dieke, Sprecherin des Wittenberger Reviers, redet von einem Unfall - und davon, dass es sich um einen Versicherungsfall handele. Weitere Ermittlungen soll es nicht geben. Dass der Mann am Steuer des Fahrzeuges vorsätzlich das Tier überrollt habe, werde sich kaum nachweisen lassen.

Dieke spricht überdies von Halterpflichten, der Dackel hätte angeleint sein müssen. Für den Bad Schmiedeberger ist das kein Trost. Auch nicht, dass jener Mensch, der seinen Hund überfahren hat, ihm einen Brief in den Kasten warf. Es tue ihm leid, habe darin gestanden, allerdings sei er, der Halter, ja selber schuld.

Sein zweites Tier, eine Dackeldame, trauere jetzt um ihren langjährigen Gefährten, der so sinnlos ums Leben kam. Er ebenfalls. Ob er sich einen zweiten Hund wieder anschafft, weiß er noch nicht.