Wittenberger Diesterweg-Schule

Wittenberger Diesterweg-Schule: Lautes Gebell auf dem Schulhof

wittenberg/MZ - Lautes Gebell hallt über den Schulhof der Diesterweg-Schule der Lutherstadt. Für die im dortigen Hort untergebrachten Kinder haben Mitglieder des „Vereins Deutscher Schäferhunde“ der Ortsgruppe Wittenberg ihre Vierbeiner mitgebracht, um deren Verhalten und Können zu ...

Lautes Gebell hallt über den Schulhof der Diesterweg-Schule der Lutherstadt. Für die im dortigen Hort untergebrachten Kinder haben Mitglieder des „Vereins Deutscher Schäferhunde“ der Ortsgruppe Wittenberg ihre Vierbeiner mitgebracht, um deren Verhalten und Können zu demonstrieren.

Constance Bräunlich, Leiterin der in Trägerschaft des Behindertenverbandes befindlichen Kindereinrichtung, erläutert den Sinn und Zweck dieser Veranstaltung: „Da die Schüler in den Ferien nicht nur spielen, sondern auch was lernen sollen, steht bei uns jede Woche unter einem besonderen Motto. In der vergangenen Woche erlebten unsere Schützlinge alles zum Thema Hund. Dabei sollen sie begreifen, dass auch Haustiere bestimmte Regeln einhalten müssen“.

Thomas Döring vom Hundesportverein greift diesen Gedanken auf: „Hunde sind sozial verträglich und damit für Vorführungen vor Kindern geeignet.“ Seinen „Wanke vom Haus Bandit“, einen Deutschen Schäferhund, bezeichnet er selbst als Schulhund, der schon oft an ähnlichen Vorführungen teilgenommen hat. Insgesamt acht Fellschnauzen, darunter ein Dalmatiner und ein erst vier Monate alter Australian Shepherd, sind angetreten, den Stand ihrer Ausbildung unter Beweis zu stellen.

Gespannt fiebern die Kids deren Auftritt entgegen. Lea Sophie Brösel hat eine Katze zu Hause und liebt Tiere, hält aber von einem eigenen Hund nicht viel, während sich John Luca sehnlichst einen Hasen wünscht.

Zunächst erläutert Döring noch einiges Wissenswerte und kommt mit der munteren Schar ins Gespräch: „Wofür werden unsere vierbeinigen Freunde denn so eingesetzt?“, ist eine seiner Fragen. „Bei der Jagd, bei der Polizei, zum Schnüffeln von Drogen“, lauten die Antworten. Döring will wissen, wer vor Hunden Angst hat. Zögerlich melden sich zwei, mit denen der Hundetrainer ganz vorsichtig auf seinen Rüden zugeht. Nach den ersten Streicheleinheiten schwindet schnell die Scheu. Jonas Elias Kopsch darf dann den Vierbeiner an der Leine halten. Ein bisschen Respekt ist aber doch immer dabei, wenn eines Tiere der Gruppe zu nahe kommt.

Zunächst werden die Grundkommandos, wie „Sitz“ und „Platz“ ausgeführt. Anschließend zeigen die Fellschnauzen wie richtig apportiert wird, und dann wird es auch schon spannend. Döring hat sich einen Schutzanzug übergestreift und einen Beißarm angelegt. Mit einer Peitsche in der Hand sieht er zum Fürchten aus. Der schwarze Schäferhund von Lutz Kotzsch nimmt die Spur auf. Begeisterung macht sich unter den Kindern breit, als das Tier den vermeintlichen Verbrecher stellt und sich im Wattearm verbeißt. Immer wieder unterbricht der Hundetrainer die Vorführung, um kurze Erläuterungen zu geben. Einige Kids, nun mutig geworden, dürfen zum Schluss sogar mit einem der Hunde ihre Kräfte messen. An einer langen Leine ist ein Attrappe befestigt, die der Hund mit den Zähnen festhält und wegschleppen will. Ein Kind hält dagegen. Wer gewinnt? Das Spiel geht unentschieden aus.