Wittenberg

Wittenberg: Jugendliche führen Schäferhunde souverän

WITTENBERG/MZ/TEO. - Ausrichter der Veranstaltung ist die Ortsgruppe Wittenberg des Schäferhunde-Vereins, die ihren Übungsplatz auf dem Lerchenberg am südlichen Ende der Dr.-Behring-Straße hat. Zuschauer sind ausdrücklich willkommen. Im Unterschied zur Leistungsprüfung, die die Hundesportler des Vereins ebenfalls regelmäßig absolvieren, "kommt es bei einer Zuchtschau auf Schönheit an", erklärt Vereinschef Thomas Döring. Allerdings: "Benehmen müsse sich die Hunde ...

Ausrichter der Veranstaltung ist die Ortsgruppe Wittenberg des Schäferhunde-Vereins, die ihren Übungsplatz auf dem Lerchenberg am südlichen Ende der Dr.-Behring-Straße hat. Zuschauer sind ausdrücklich willkommen. Im Unterschied zur Leistungsprüfung, die die Hundesportler des Vereins ebenfalls regelmäßig absolvieren, "kommt es bei einer Zuchtschau auf Schönheit an", erklärt Vereinschef Thomas Döring. Allerdings: "Benehmen müsse sich die Hunde trotzdem."

Das Zusammenspiel zwischen dem Hund und seinem Führer habe keinen unwesentlichen Einfluss auf die Bewertung. Neben dem Gesamtzustand und den Rassemerkmalen begutachtet die Jury, wie der Hund steht und wie er geht. Am Führer liegt es, ob der Zuchtrichter ein optimales Bild bekommt. Was gar nicht so einfach ist, wie die kleine Demonstration von Jana Döring mit Masko vom Rittersberg zeigt: Anstatt sich im Geviert zu halten, zieht der Hund immer wieder in die Richtung seines Herrn Henry Skirl, der aus einem bestimmten Abstand, zum Teil auch versteckt, die Kommandos gibt. Mit seinen dreieinhalb Jahren zählt Masko zu den Gebrauchshunden der neunten von insgesamt zehn Bewertungsklassen, in die die Hunde je Alter eingeordnet werden.

Sieben Hunde wird die Tochter des Vereinsvorsitzenden am Sonntag vorführen. Natürlich kenne sie alle, "ich habe auch mit allen trainiert", sagt sie. Die 18-Jährige ist die einzige Nachwuchssportlerin im 21 Mitglieder zählenden Verein. Thomas Döring bedauert das ausdrücklich. Dabei nutzt er viele Gelegenheiten, in Schulen und Jugendeinrichtungen für den Hundesport und den Verein zu werben.

Unter den Fittichen der erfahrenen Hundesportler können Kinder und Jugendliche den Umgang mit Hunden erlernen, ihnen wird Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mensch und Tier gleichermaßen vermittelt. Dabei muss, wer mitmachen will, nicht einmal einen Hund haben. "Ich hatte auch keinen, als ich angefangen habe", erzählt Jana Döring. Mit elf Jahren begann sie im Verein mit den Hunden von Sportfreunden zu trainieren.

"Mich stimmt es immer bedenklich", sagt die junge Frau, wenn sie Halter beobachte, die ihren Hunden offensichtlich nicht gewachsen sind. Wohin das führen kann, habe die Rottweiler-Attacke auf ein Kind in Zörnigall gezeigt. "Ein Drama", sagt auch ihr Vater. Er plädiert dafür, dass der Hundeführerschein verbindlich wird. "Wir würden als Verein auch die Ausbildung sichern", sagt er. Schon jetzt können aber alle Halter, unabhängig von der Rasse ihres Hundes, jeden Samstag von 14 bis 15 Uhr zur Hundeschule auf den Lerchenberg kommen. "So früh wie möglich", sagt er auf die Frage, wie alt der Hund sein soll: "Schon durch das Spiel erlernen Welpen Sozialverhalten."