Rückblick auf das Jahr 2021

Wie die Tiere das Jahr im Wittenberger Tierpark verbracht haben

Aus Sicht der Tiere wird geschildert, wie sie das vergangene Jahr erlebt haben, wer Nachwuchs bekommen hat und wer sich über ein neues Gehege freuen durfte.

Von Paul Damm 10.01.2022, 11:33 • Aktualisiert: 10.01.2022, 11:42
Im Jahr 2021 haben die Pfauen Nachwuchs bekommen und durften sich über ein modernisiertes und weitläufigeres Gehege freuen.
Im Jahr 2021 haben die Pfauen Nachwuchs bekommen und durften sich über ein modernisiertes und weitläufigeres Gehege freuen. (Foto: Paul Damm)

Wittenberg/MZ - Wie haben einige Tiere das zurückliegende Jahr in der kleinen Wittenberger Zooanlage verbracht? Die einen durften sich über neue Artgenossen freuen, die anderen bekamen zahlreichen Nachwuchs oder eine renovierte Behausung mit Teich - und manche haben einfach nur in der warmen Sonne gefaulenzt. In diesem tierisch schönen Jahresrückblick schlüpft die MZ in die Rolle der Tiere und schildert aus deren Sicht das Erlebte des Vorjahres.

Krallenaffen:

Das vergangene Jahr war für mich super spannend. Halt! - Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Ich bin Alaska, ein Silberäffchen. Die einen oder anderen Besucher haben mich bestimmt schon gesehen mit meinem weiß-silbernen Fell - und natürlich meist an der Seite meines Partners Eiswind. Wir sind im Jahr 2021 in den Tierpark nach Wittenberg gezogen, in ein großes Gehege, das an einen Urwald erinnert. Hier können wir es uns gut gehen lassen. Wir haben fantastische Seile, an denen es sich super hangeln lässt und natürlich kleine Unterschlüpfe. Die Besucher sind alle lieb - und als Dank zeige ich mich ihnen ganz oft. Mein Partner meint, ich bin eine quirlige Rampensau. In diesem Jahr kann ich mir gut vorstellen, Nachwuchs zu bekommen. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht.

Hallo, wir sind Tawanka und Milou und Nachbarn der beiden Silberäffchen. Wir leben seit einigen Jahren im Wittenberger Tierpark und zählen zur Gattung der Weißgesichtsseidenäffchen. Seitdem Besucher nicht mehr in unseren Tierpark kommen dürfen, geht es uns gesundheitlich besser. Denn vorher wurden wir oft mit Lebensmitteln gefüttert, die wir nicht gut vertragen. Aber andererseits vermissen wir die Besucher sehr, die uns sonst immer viel Aufmerksamkeit geschenkt haben. Es gibt eine freudige Nachricht: Im vergangenen Jahr habe ich Zwillinge zur Welt gebracht. Besonders in der ersten Zeit haben sie sich auf meinem Rücken festgekrallt. Beachtlichen Nachwuchs gab es auch bei unseren unmittelbaren Nachbarn, den Goldkopflöwenäffchen. Wie mir zugetragen wurde, hat die Affenmutter Drillinge geboren - sowas ist ziemlich selten und eine reife Leistung. Die Kleinen sind lebhaft und für jeden Spaß zu haben.

Die putzigen Goldkopflöwenäffchen haben im vorigen Jahr Drillige zur Welt gebracht - eine echte Seltenheit bei diesen Tieren.
Die putzigen Goldkopflöwenäffchen haben im vorigen Jahr Drillige zur Welt gebracht - eine echte Seltenheit bei diesen Tieren.
(Foto: Paul Damm)

Pfauen und Enten:

Ach, wir haben sooo viel Platz! Gestatten, ich bin Frau Pfau. In vergangenen Sommer mussten wir vorübergehend umziehen, doch nun sind wir längst wieder zurück in unserem renovierten Domizil, das weitaus mehr Auslauf bietet. Aber wir leben dafür jetzt in einer WG, denn die Enten, mit denen wir uns gut verstehen, sind bei uns untergebracht worden. Die haben einen großen Teich, in dem sie sich täglich vergnügen können. Bevor ich es vergesse: Mein Gatte Roy mit seinem beeindruckenden Federkleid und ich haben 2021 Nachwuchs bekommen. Ein Mädchen und einen Jungen. Bei seiner Volljährigkeit muss er aber seine Koffer packen, sonst kann es passieren, dass er mit seinem Vater in Streit gerät - und wir wollen nicht, dass es blutig endet.

Kattas:

Seid gegrüßt, ich bin Coco - eine wahre Diva. Derzeit bin ich die einzige Katta-Dame im Wittenberger Tierpark und das kann auch so bleiben. Ich habe keine Lust auf noch eine Zicke. Im vergangenen Frühjahr, im März glaube ich, habe ich Nachwuchs bekommen. Einen Jungen, der sich mit seinen älteren Brüdern gut versteht. Ich gehe davon aus, dass es in diesem Frühjahr wieder purzeln wird, denn im November habe ich mit meinem Lebenspartner noch einen Versuch gewagt. Mal schauen, drückt die Daumen!

Die Katta-Dame Coco hat  2021 ein Jungtier geworfen.
Die Katta-Dame Coco hat 2021 ein Jungtier geworfen.
(Foto: Damm)

Schnee-Eulen:

Man nennt mich oft „weiße Schönheit“. Ich bin eine Schnee-Eule und lebe mit meinem Partner in Wittenberg. Die derzeitigen Temperaturen gefallen mir, es könnte noch kälter sein. Der Sommer war noch einigermaßen auszuhalten, doch die Jahre zuvor waren wortwörtlich die Hölle für uns. Daher hatten sich unsere Pfleger etwas überlegt: Und zwar regnete feiner Wasserstaub aus Schläuchen auf uns herab - eine tolle Abkühlung!

Die Schnee-Eulen haben eine  Beregnungsanlage bekommen.
Die Schnee-Eulen haben eine Beregnungsanlage bekommen.
(Foto: Klitzsch)