US-Wahlkampf in Wittenberg

US-Wahlkampf in Wittenberg: Lietz wirbt in Wittenberg für Hillary Clinton

Wittenberg - Der Wahlkampf zwischen Hillary Clinton und Donald Trump beschäftigt nicht allein die US-Amerikaner. Kein Wunder, schließlich werden die Auswirkungen auch hierzulande spürbar sein - insbesondere wenn der Kandidat der Republikaner das Rennen macht, dessen Agieren, Ansichten und Pläne liberalen Menschen hierzulande einen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagen. Das geht offenbar auch dem SPD-Europaabgeordneten Arne Lietz so, zumindest will er seinen bescheidenen Beitrag leisten dafür, dass Clinton die Präsidentschaftswahlen im November ...

Von Marcel Duclaud

Der Wahlkampf zwischen Hillary Clinton und Donald Trump beschäftigt nicht allein die US-Amerikaner. Kein Wunder, schließlich werden die Auswirkungen auch hierzulande spürbar sein - insbesondere wenn der Kandidat der Republikaner das Rennen macht, dessen Agieren, Ansichten und Pläne liberalen Menschen hierzulande einen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagen. Das geht offenbar auch dem SPD-Europaabgeordneten Arne Lietz so, zumindest will er seinen bescheidenen Beitrag leisten dafür, dass Clinton die Präsidentschaftswahlen im November gewinnt.

Lietz hat das Schaufenster seines Büros in der Collegienstraße umgestaltet und macht Werbung für die Demokratin. Er tut das unter anderem mit Blick auf die zahlreichen amerikanischen Reisegruppen, die meist auf Flusskreuzfahrtschiffen Station in Wittenberg machen, bei der obligaten Stadtführung geht es vom Lutherhaus in Richtung Markt, vorbei an dem Büro des Wittenberger Sozialdemokraten.

Der war im Übrigen Gast beim Nominierungsparteitag der Demokraten in Philadelphia. Dort hat er unter anderem Kontakt geknüpft zu der globalen Plattform „Democrats Abroad“, die versucht, mehrere Millionen von Amerikanern außerhalb der USA dazu zu bewegen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und sich für die Abstimmung registrieren zu lassen.

Lietz spricht in Bezug auf SPD und Demokraten von einer Parteienfamilie, schon deshalb wolle er Clinton unterstützen. Aber auch aus inhaltlichen Gründen, etwa damit die Kontinuität in der Außen- und Sicherheitspolitik gewahrt bleibt. So ein „unversierter“ Mann wie Trump sollte möglichst die nuklearen Codes nicht in die Hand bekommen. Wichtig ist für Lietz außerdem die Klimapolitik, gerade in einem Land wie den USA, das so viele Ressourcen verbraucht. „Die müssen sich dem Thema stärker annehmen.“ Dafür stehe Clinton, nicht aber Trump.

Dass die Wahlen in den fernen USA hierzulande sehr Wohl auf Interesse stoßen, merkte Lietz schon beim Anbringen der Werbebotschaften. Eine amerikanische Studentengruppe kam ebenso auf ihn zu wie eine Sozialdemokratin aus Coburg. Die politische Schaufenstergestaltung sorgt für Aufsehen. (mz)