Kultur

Mit Musik und in Farbe in Wittenberg

Wie aus einem Tag schließlich ein ganzes Wochenende wird.

Von Carla Hanus
Wie Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör die  Denkmalschützer der deutschlandweit agierenden Stiftung endgültig überzeugte: Er ließ den Himmel einen Regenbogen über  die Stadtkirche spannen.
Wie Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör die Denkmalschützer der deutschlandweit agierenden Stiftung endgültig überzeugte: Er ließ den Himmel einen Regenbogen über die Stadtkirche spannen. (Foto: Sascha Graf)

Wittenberg - Gut, die Stadt hätte in der Nacht zum Sonntag noch ein paar Besucher und Wittenberger vertragen können. Aber auch so bummelten zahlreiche Neugierige durch die Innenstadt, lauschten den musikalischen Darbietungen an verschiedenen Stationen, schleckten spät in der Nacht ein Eis oder ließen sich ein Glas Wein für den Weg entlang geschmackvoll illuminierter Denkmale zwischen Schlosskirche und Lutherhaus einschenken und vergnügten sich bei allerlei Kurzweil im Lutherhof, für den das Luther-Melanchthon-Gymnasium und Stiftung Luthergedenkstätten sorgte.

Am Vorabend des Tages des offenen Denkmals war viel los in Wittenberg.
Am Vorabend des Tages des offenen Denkmals war viel los in Wittenberg.
(Foto: Sascha Graf)

Hinzu kamen Führungen durch Luthergarten und Stadtkirche am Nachmittag, das Lutherstraßenfest und die Aktionen des Vereins „Suchet der Stadt Bestes“ sowie die Uraufführung des Beethovenoratoriums, unter anderem in der Stadt- und in der Christuskirche. So wurde in Wittenberg aus dem Tag des offenen Denkmals ein Wochenende. Genau genommen wurde schon am Freitag Kultur und Kreatives, unter anderem im Cranachhof, geboten. Außerdem begann die Tagung „Denkmalpflege im ländlichen Raum: Sein und Schein, Sein oder Nichtsein“ - nicht im Hamlet-Haus, sondern in der Leucorea.

Zu den fünf musikalischen Unterhaltungspunkten in der Stadt gehörte in der Nacht zum Sonntag auch die mit Felice und Cortes.
Zu den fünf musikalischen Unterhaltungspunkten in der Stadt gehörte in der Nacht zum Sonntag auch die mit Felice und Cortes.
(Foto: Sascha Graf)

Noch ein Stichwort fehlt: Pandemie. Ja, es wurden Bestimmungen beachtet und Daten erfasst. Und es gab im Amphietheater am Lutherhaus „Die Pest“ nach Albert Camus, eine eindringliche wie beeindruckende Aufführung von Ralph Opferkuch vom Theater Magdeburg. - Wie schon gesagt, es hätten ein paar Leute mehr sein dürfen, auch hier. (mz)

Die Welt hat sich Wittenberg ja schon auf seinen Markt geholt.  Am Vorabend des Tages des offenen Denkmals wurde es noch richtig bunt.
Die Welt hat sich Wittenberg ja schon auf seinen Markt geholt. Am Vorabend des Tages des offenen Denkmals wurde es noch richtig bunt.
(Foto: S. Graf)
Im Amphietheater  im Lutherhof wurde eine Geißel der Menschheit thematisiert.  Ralph Opferkuch gab in einer Monologdarstellung ?Die Pest?.
Im Amphietheater im Lutherhof wurde eine Geißel der Menschheit thematisiert. Ralph Opferkuch gab in einer Monologdarstellung ?Die Pest?.
(Foto: S. Graf)
Hier war in der Lutherstadt der Teufel zugange: André Ur als Teufelsgeiger und  Maxim Shagaev. Beide musizierten bis spät in die Nacht.
Hier war in der Lutherstadt der Teufel zugange: André Ur als Teufelsgeiger und Maxim Shagaev. Beide musizierten bis spät in die Nacht.
(Foto: Sascha Graf)
Am Vorabend des Tages des offenen Denkmals war viel los in Wittenberg.
Am Vorabend des Tages des offenen Denkmals war viel los in Wittenberg.
(Foto: Sascha Graf