Landesfährtenmeisterschaft

Landesfährtenmeisterschaft: Immer der Nase nach

Wittenberg - Im Jubiläumsjahr richtet die Wittenberger Ortsgruppe des Vereins für Deutsche Schäferhunde eine besondere Veranstaltung aus. Am Sonntag findet auf Flächen rund um Wittenberg die Landesfährtenmeisterschaft statt. 15 Teilnehmer aus ganz Sachsen-Anhalt haben sich angemeldet, und während sonst im Verein, der vor 60 Jahren anerkannt wurde, auch Hunde anderer Rassen trainieren, ist diese Meisterschaft wirklich nur für ...

Von Karina Blüthgen

Im Jubiläumsjahr richtet die Wittenberger Ortsgruppe des Vereins für Deutsche Schäferhunde eine besondere Veranstaltung aus. Am Sonntag findet auf Flächen rund um Wittenberg die Landesfährtenmeisterschaft statt. 15 Teilnehmer aus ganz Sachsen-Anhalt haben sich angemeldet, und während sonst im Verein, der vor 60 Jahren anerkannt wurde, auch Hunde anderer Rassen trainieren, ist diese Meisterschaft wirklich nur für Schäferhunde.

Eine Ausnahme gibt es jedoch, die allerdings außer Konkurrenz bleibt. Die 15-jährige Tina Dreber aus dem Wittenberger Verein darf mit ihrem Beagle „Babbels“ starten. „Es geht einfach darum, dass sie ein bisschen Gefühl für solche Veranstaltungen bekommt“, begründet der Vereinsvorsitzende Thomas Döring die Ausnahme. Für den Wittenberger Verein wird Christian Mücke mit „Ayka vom Alten Luther“, einem Vierbeiner aus eigener Zucht, ins Rennen gehen.

Das ist jedoch nur bildlich gesprochen, denn eigentlich geht es bei der Fährtenhundarbeit nicht um Geschwindigkeit, sondern um Genauigkeit. Bei der Fährtenhundprüfung 1 ist die zu verfolgende Fährte 1 200 Schritt lang und hat vier Winkel. Zudem muss der Hund auf vier Gegenstände verweisen, meist indem er Platz nimmt. Bei der Prüfung 2 ist die Fährte 1 800 Schritt lang und hat sieben Winkel (nicht nur 90 Grad-Winkel) und sieben Gegenstände. Die Fährte ist drei Stunden alt und wird von einer frischen Verleitfährte gekreuzt. Von dieser oder auch möglichen Wildfährten darf sich der Hund nicht beirren lassen. Maximal sind 100 Punkte möglich. Das korrekte Verfolgen der Fährte wird mit 79 Punkten bedacht, die Gegenstände mit 21 Punkten.

Eröffnet wird die Meisterschaft am 2. Oktober, 9 Uhr auf dem Hundeplatz an der östlichen Dr.-Behring-Straße in Wittenberg. Von dort fahren Teilnehmer und Richter zu den außerhalb gelegenen Flächen. „Wir sind froh, dass uns die Agrargenossenschaften Kropstädt und Mühlanger diese zur Verfügung stellen“, dankt Döring den Verantwortlichen. Für so einem Wettkampf braucht es viel Platz, denn natürlich bekommt jeder Hund seine eigene Fährte. Die Ansatzschilder und Gegenstände auf den Fährten wurden von der Heideschule Holzdorf hergestellt.

Interessiertes Publikum ist gern gesehen, für die Fahrt zu den Wettkampforten ist ein Shuttle-Service eingerichtet, Treffpunkt ist der Hundeplatz. Für die Versorgung im Gelände und auf dem Platz ist gesorgt. Dort wird gegen 15 Uhr auch die Siegerehrung stattfinden. (mz)