K-Gebäude in Wittenberg

K-Gebäude in Wittenberg: Rat gibt grünes Licht für Umbau zur Flüchtlings-Unterkunft

Wittenberg - Das ehemalige Gebäude der Kripo im Wittenberger Zentrum soll für Flüchtlinge hergerichtet werden. Das beschloss der Stadtrat am Mittwoch bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung. Die Stadt hatte das Haus erworben, um es für die Verwaltung und verwaltungsnahe Einrichtungen zu nutzen. Jetzt soll es, angesichts der schwierigen Lage, vorübergehend als Gemeinschaftsunterkunft für rund 100 Asylbewerber dienen. Bürgermeister Jochen Kirchner nennt das Angebot „ein starkes Signal gegenüber Kreis und Öffentlichkeit“. Die Baukosten beziffert er auf rund 800 000 Euro, Anfang des zweiten Quartals 2016 könnte das Haus zur Verfügung stehen. Mit dem Kreis soll ein Mietvertrag geschlossen werden, die Refinanzierung der Kosten läuft über die Miete, so Kirchner, der Haushalt werde nicht ...

Von Marcel Duclaud

Das ehemalige Gebäude der Kripo im Wittenberger Zentrum soll für Flüchtlinge hergerichtet werden. Das beschloss der Stadtrat am Mittwoch bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung. Die Stadt hatte das Haus erworben, um es für die Verwaltung und verwaltungsnahe Einrichtungen zu nutzen. Jetzt soll es, angesichts der schwierigen Lage, vorübergehend als Gemeinschaftsunterkunft für rund 100 Asylbewerber dienen. Bürgermeister Jochen Kirchner nennt das Angebot „ein starkes Signal gegenüber Kreis und Öffentlichkeit“. Die Baukosten beziffert er auf rund 800 000 Euro, Anfang des zweiten Quartals 2016 könnte das Haus zur Verfügung stehen. Mit dem Kreis soll ein Mietvertrag geschlossen werden, die Refinanzierung der Kosten läuft über die Miete, so Kirchner, der Haushalt werde nicht belastet.

Stadtrat Manfred Schildhauer bezeichnet das als „leichtsinnige Aussage“. Nicht in Ordnung sei überdies diese „Notvorlage“, das Objekt werde sowieso erst im Sommer fertig, die Eile sei unnötig. Reinhard Rauschning (SPD) mahnte, das „Thema nicht zu zerreden“. Es müsse schnell gehandelt werden, auch deshalb, „um die Turnhallen frei zu kriegen“. „Wir dürfen unsere Kollegen nicht hängen lassen“, betonte Oberbürgermeister Torsten Zugehör. Das Angebot der Stadt sei ein Tropfen auf den heißen Stein, würden aber viele Tropfen beigesteuert, seien die Probleme lösbar.