Flutkatastrophe

Helfer der Wehren im Landkreis Wittenberg warten noch

Der „Marschbefehl“ ist bislang nicht erteilt.

Von Klaus Adam
Einsatzkräfte der Bundeswehr bauen eine Behelfsbrücke über die Ahr im Weinort Rech im Landkreis Ahrweiler. Dort hatte in der Nacht zum 15. Juli das Hochwasser schwere Schäden angerichtet und Brücken weggerissen. Wann die Helfer aus dem Landkreis Wittenberg dorthin aufbrechen, bleibt unklar.
Einsatzkräfte der Bundeswehr bauen eine Behelfsbrücke über die Ahr im Weinort Rech im Landkreis Ahrweiler. Dort hatte in der Nacht zum 15. Juli das Hochwasser schwere Schäden angerichtet und Brücken weggerissen. Wann die Helfer aus dem Landkreis Wittenberg dorthin aufbrechen, bleibt unklar. (Foto: Ira Schaible/dpa)

Wittenberg/Jessen - Entgegen den ersten Erwartungen sind die Feuerwehrkräfte, die nach Rheinland-Pfalz fahren wollen, bis zum Mittwochmorgen noch nicht gerufen worden.

Wie gemeldet stehen knapp 100 Einsatzkräfte von Feuerwehren aus dem gesamten Kreisgebiet, dazu vom DRK und der Johanniter Unfallhilfe bereit, den von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Menschen im Kreis Ahrweiler zu helfen.

Darunter auch knapp 50 Feuerwehrkameraden aus den drei Städten der Jessener Region. Die Anrainerorte an dem normalerweise kleinen Flüsschen Ahr sind, wie vielfach berichtet wird in diesen Tagen, von der Starkregenkatastrophe in der vergangenen Woche mit am meisten durch Überflutungen betroffen worden.

Zunächst hatte es geheißen, dass die Hilfskräfte noch am Montag oder am Dienstagmorgen ihren „Marschbefehl“ erhalten. Als Treffpunkt war der Dessora-Park nahe der Autobahnauffahrt Coswig benannt worden. Die Einsatzfahrzeuge, mit denen sie in den Kreis Ahrweiler rollen wollen, sind am Montag auch mit Ausrüstung beladen worden, die normalerweise nicht zum üblichen Bestand gehört. Trinkwasser und Verpflegung etwa oder auch Schlafsäcke.

Bis zum Dienstagabend war noch nicht klar, wann oder ob überhaupt noch die Helfer aus dem Kreis Wittenberg ins Katastrophengebiet beordert werden. Selbst der Annaburger Stadtwehrleiter Roland Karthäuser, der auch stellvertretender Landesbrandmeister ist, konnte übers Innenministerium keine definitive Auskunft erhalten, sagte er am Dienstag auf Nachfrage der MZ. (mz)