Wochenend-Empfehlungen

Erleuchtet und unerhört im Landkreis Wittenberg

Illuminierte Denkmale und Livemusik laden zum Bummeln. Eine Uraufführung an 17 Orten lädt zum Hören und Singen.

Von Carla Hanus
Collegienstraße: Walkabees
Collegienstraße: Walkabees (Foto: Jörg Farys)

Wittenberg - Es soll viel los sein an dem bevorstehenden Wochenende. Rund um den Denkmalstag ranken sich allerlei Angebote. Deshalb gibt es in dieser Woche mal zwei Vorausblicke, am Donnerstag und am Freitag. Der heutige gibt zwei Tipps für den Sonnabend:

Vorglühen in Wittenberg

Leuchtende Denkmale und gute Livemusik in der Wittenberger Altstadt gehören zum Vorabendprogramm, das auf den Tag des offenen Denkmals mit Wittenberg als Mittelpunkt Deutschlands einstimmt. Zum Bummel animieren die prominenten Gebäude aus der Denkmalszene, die an diesem Abend ins Rampenlicht gerückt werden und so auf das Blitzlichtgewitter der Besucher warten.

Fünf musikalische Stationen gibt es außerdem, die am Sonnabend, 11. September, zwischen 19 und 23 Uhr bespielt werden. Coronabedingt ist geplant, dass alle Künstler im Freien auftreten, wobei ihnen kleine Pavillons ein bisschen Schutz bieten sollen. Deshalb hoffen Veranstalter und Künstler auf einen lauschigen Abend:

Eiscafé, Schlossplatz:
 Maria Dangell
Eiscafé, Schlossplatz: Maria Dangell
(Foto: M. Turevsky)

Am Eiscafé am Schlossplatz sitzt Maria Dangell am Piano. Mit unverkennbarer und atemberaubender Stimmkraft hat Maria Dangell als eine zeitlose Songwriterin bereits viele Herzen aus aller Welt erobert. Am Flügel ist sie eine starke und freie Fusion von Rock über Chanson bis hin zur Symphonie.

 Weberhaus: Andrej Ur und Maxim Shagaev
Weberhaus: Andrej Ur und Maxim Shagaev
(Foto: Veranstalter)

Für den Standort Weberhaus in der Schloßstraße sind Maxim Shagaev und der Teufelsgeiger Andrej Ur angekündigt. Maxim Shagaev, ein Meister des Bajans, und Andrej Ur, ein Teufelsgeiger, diese Mischung verspricht unvergessliche musikalische Erlebnisse. In der Musik aus den Karpaten schwingen unüberhörbar die ungarischen Wurzeln bei einem der besten Virtuosen für Czardasz, Tango, Country und russische Musik mit.

Markt 4: Felice & Cortes
Markt 4: Felice & Cortes
(Foto: W. Behnke)

Markt 4 ist die Adresse für Felice und Cortes. Zu dem Berliner Duo heißt es: Es gibt Musiker, die einen mitreißen können. Es gibt Artisten, die einen zum Staunen bringen. Es gibt Geschichten, die ihre Zuhörer mitnehmen in eine andere Welt. Und dann gibt es Künstler, denen all das auf einmal gelingt.

Holzmarkt: Gesine Friedrich und Thomas Höhne
Holzmarkt: Gesine Friedrich und Thomas Höhne
(Foto: Veranstalter)

Saitenzauber wird vor dem Holzmarkt geboten, wenn die Gambistin und Harfenistin Gesine Friedrich und der Gitarrist und Lautenist Thomas Höhne eingängige Tanz- und Unterhaltungsmusik aus mehreren Jahrhunderten präsentieren. Auf zahlreichen verschiedenen Saiteninstrumenten entführen sie ihr Publikum in eine spannende musikalische Zeitreise.

In der Collegienstraße wird die mobile Band „Walkabees“, eine kleine Band mit Posaune, Tuba und Marching-Drums, unterwegs sein. Das Berliner Trio - bestehend aus zwei Musikerinnen und einem Musiker - braucht keine Bühne. Für dynamische Livemusik voller Esprit, mit packenden Soli, humorvollen Gesangseinlagen und knackigen Choreographien ist überall der richtige Ort.

Anstimmen in Pretzsch

Im Beethoven-Jahr 2020 sollte es in Pretzsch ein Kirchenkreisfest geben. Zum Abschluss war die Uraufführung des Oratoriums „Unerhörte Schönheit“ von Andreas Hillger und Christoph Reuter geplant, aufgeführt von den Sängerinnen und Sängern des Kirchenkreises. In ihm geht es um die Musik Beethovens, um sein Leben mit Höhen und Tiefen. Aber es ist eben vieles anders - auch 2021. Darum wird das Kirchenkreisfest am 11. September „mal anders“ gefeiert.

An 17 verschiedenen Orten werden Menschen zusammenkommen, Andacht halten und die Uraufführung des Beethovenoratoriums „Unerhörte Schönheit“ in ihrer Kirche ab 17 Uhr erleben, denn Chor, Orchester und Solisten haben das extra für den Kirchenkreis geschriebene Werk eingeübt und in der Christuskirche in Kleinwittenberg aufnehmen lassen.

Die Videoaufführung gibt es in der evangelischen Kirche in Elster, in Dabrun, in Pretzsch, in Jessen, in Mügeln, in Pouch, in Zallmsdorf, in Bülzig, in Prettin, in Bitterfeld, in der Christuskirche Kleinwittenberg, in Friedersdorf, in der Stadtkirche St. Marien Wittenberg (bereits schon 15.30 Uhr), in Holzweißig, in Wergzahna, in Gräfenhainichen und in Zörbig. Die Besucher sind dabei ausdrücklich zum Hören und Singen aufgefordert. (mz)

Hörproben und Trailer auf der Homepage www.kirchenkreis-wittenberg.de