Bürgerstiftung

Einfach mal danke sagen in Wittenberg

Die Bürgerstiftung plant einen Jahreskalender 2022. Was das mit Corona zu tun hat und warum sich darüber auch Vereine freuen könnten.

Von Irina Steinmann
Die Bürgerstiftung Lutherstadt Wittenberg will jenen ein Podium bieten, die ihren Mitmenschen einfach mal „Danke!“ sagen möchten für Unterstützung in der Corona-Zeit. CC0

Wittenberg/MZ

- In der inzwischen mehr als einjährigen Pandemie hatte wohl jeder schon einmal Anlass, jemandem dankbar zu sein. Auch diesseits von Krankheit oder Quarantäne, wo es ohne fremde Hilfe dann sowieso nicht mehr geht.

Die Bürgerstiftung Lutherstadt Wittenberg will in ihrem neuen Projekt all jenen ein Podium bieten, die ihren Mitmenschen jetzt einfach mal „Danke!“ sagen möchten für Unterstützung in der Corona-Zeit. Dabei kann es sich um Einzelpersonen handeln, Nachbarn etwa, um Institutionen, Firmen oder Vereine.

Jury entscheidet

Zusammengefasst werden die Danksagungen in Form eines Jahreskalenders, der 2022 erscheinen soll. Wie der Stiftungsvorsitzende Jens Krause gegenüber der MZ weiter erläuterte, wird eine Jury über deren Auswahl entscheiden. Und Krause betont schon mal vorab: „Es soll kein Leidenskalender werden“, sondern etwas, das Hoffnung gibt.

Die künstlerische Umsetzung des „Dankeschön-Kalenders“ in recht großem, nämlich A3-Format, übernimmt das Wittenberger Künstlerpaar Topanka-Freihube, bekannt für seine Papierkunst und kalligraphischen Arbeiten.

Etwa „bis Pfingsten“, im Ausschreibungstext ist vom 16. Mai die Rede, haben die Wittenbergerinnen und Wittenberger jetzt die Gelegenheit, der Bürgerstiftung ihre größten Helfer in der Corona-Pandemie zu nennen, eine Mail genügt.

Parallel zu den Vorschlägen sucht die Stiftung Krause zufolge außerdem Spender, die die Aktion unterstützen möchten und, falls gewünscht, im Kalender auch namentlich genannt werden. Im Übrigen würden alle Spendenbeträge anonym auf der Homepage der Stiftung veröffentlicht.

Man kann sich bewerben

Der Erlös aus dem Kalenderverkauf soll Projekten von Vereinen zugute kommen. Unterstützt wird mit dieser Aktion also neben dem heimischen Künstlerpaar Topanka-Freihube auch das Ehrenamt. Vorgesehen sei, dass sich Vereine dann bei der Stiftung um Mittel bewerben können. Was der Kalender kosten wird, sei noch nicht festgelegt.

Allerdings werde es „kein horrender Preis“ sein, sagte Krause, der im Übrigen hofft, dass sich auch Firmen als Kalenderkäufer finden. Als ein Beispiel dafür, wie das Kalenderwerk der Bürgerstiftung in etwa gestalterisch aussehen könnte, nennt Krause den aktuellen Jahreskalender der Stadtwerke.

Verschiedenste Zwecke

Auch in Wittenberg haben Kalender als Geldbeschaffer inzwischen eine gewisse Bedeutung erlangt. Seit langem gibt es den Weihnachtskalender des Vereins „Talentschmiede Wittenberg“, bei dem man Preise aus Wittenberger Geschäften gewinnen kann, und im vergangenen Jahr gaben erstmals die Jäger einen Kalender heraus, um eine Drohne zur Rettung von Rehkitzen vor dem Mähdrescher anzuschaffen.

Vorschläge für den Danke-Kalender der Bürgerstiftung: info@buergerstiftung-wittenberg.de, Spenden mit Verwendungszweck „Danke“: Sparkasse Wittenberg, IBAN DE52 8055 0101 0101 0281 99; Deutsche Bank Wittenberg, IBAN DE12 8607 0024 0825 0805 00. Spender, die namentlich genannt werden möchten, schicken der Stiftung bitte eine entsprechende Mail oder vermerken dies auf der Überweisung.