Blog 12. Dezember

Blog 12. Dezember: Am Anfang war...

Wittenberg/Berlin - Es gab ihn nicht, den einen Moment in dem ich mir sagte „jetzt mache ich einen Film über das alles hier“. Vor fast zwei Jahren reiften die ersten Gedanken dazu, aber der Morgen an dem ich aufwachte und wusste, dass es JETZT losgeht, der ...

Von Peter Benedix 12.12.2016, 11:00

Es gab ihn nicht, den einen Moment in dem ich mir sagte „jetzt mache ich einen Film über das alles hier“. Vor fast zwei Jahren reiften die ersten Gedanken dazu, aber der Morgen an dem ich aufwachte und wusste, dass es JETZT losgeht, der fehlt.

Aus meinen vorherigen Projekten wusste ich inzwischen was es heißt, sich einem solch umfangreichen Thema zu widmen, welche Belastungen auf die eigene Familie zukommen und wie gering die Chancen auf eine solide Finanzierung sind.

Peter Benedix ist Filmregisseur und arbeitet an einer Langzeit-Dokumentation über das Reformationsjubiläum 2017 in der Lutherstadt Wittenberg. Auf der Seite www.mz.de/herz und www.worandeinherz.de berichtet der 36-Jährige über die Fortschritte bei den Arbeiten an dem abendfüllenden Film über seine Heimatstadt. Sie erreichen Peter Benedix per Mail unter info@worandeinherz.de

Zumindest für letzteres fand ich erfahrenere Leute als mich – dachte ich zumindest, denn die Verbindung funktionierte nur einseitig und schließlich trennten wir uns wieder. Doch auch dies ist nun schon wieder ein Jahr her.

Wann kam das alles hier also ins Rollen? Ich kann es nicht sagen. Irgendwann zwischen Vorgesprächen und Rechercherunden, Telefonaten und Begehungen, Kalkulationen und Förderanträgen war ich schon mittendrin. Jeder der schon einmal etwas getan hat für das er brennt kennt das Gefühl der Wortlosigkeit wenn die Frage aufkommt: „Warum machst du das eigentlich?“

Gern hören die Menschen dann einen externen Auftraggeber in dessen Dienst man sich gestellt hat und auf den man die Rechtfertigung das eigene Tun abwälzen kann. In meinem Fall wäre das wohl ein Fernsehsender oder eine große Produktionsfirma. Beides ist nicht vorhanden.

Etwas in mir entdeckt gerade seine Heimat wieder, auch wenn ich eigentlich schon lange nicht mehr in Wittenberg lebe. Etwas in mir möchte auch etwas zum einmaligen Ereignis 2017 beitragen auch wenn ich konfessionslos bin - so wie die meisten Wittenberger. Am Ende ist und bleibt es ein Gefühl, dass mich zu diesem Projekt antreibt und jeder, der sein Herz schon einmal an etwas gehängt hat, kennt diesen Zustand. (mz)