DLRG-Ausschluss war satzungswidrig

AfD-Politiker Thomas Höse wird wieder beim DLRG aufgenommen: Ausschluss war satzungswidrig

Wittenberg - Thomas Höse wird wieder Mitglied der Ortsgruppe Wittenberg der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Das hat das Schiedsgericht des Landesverbandes der DLRG entschieden. Höse muss aufgenommen werden und „ist dann wieder vollwertiges Mitglied bei uns“, bestätigt die Vorsitzende der Ortsgruppe, Antonia Leszczenski gegenüber der MZ eine Presseinformation der AfD-Fraktion im ...

Von Marcel Duclaud 07.01.2019, 16:27

Thomas Höse wird wieder Mitglied der Ortsgruppe Wittenberg der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Das hat das Schiedsgericht des Landesverbandes der DLRG entschieden. Höse muss aufgenommen werden und „ist dann wieder vollwertiges Mitglied bei uns“, bestätigt die Vorsitzende der Ortsgruppe, Antonia Leszczenski gegenüber der MZ eine Presseinformation der AfD-Fraktion im Landtag. 

Höse, der Landtagsabgeordneter der AfD ist, war 2017 von den Wittenberger Lebensrettern ausgeschlossen worden, unter anderem wegen Beitragsrückständen. Ihm war zudem vorgeworfen worden, seinen Austritt selbst erklärt und die Einsatzkleidung abgegeben zu haben. Höse hatte das bestritten. Das von ihm angerufene Schiedsgericht gelangte nun auf seiner Sitzung in Aschersleben zur Ansicht, der Ausschluss sei satzungswidrig. 

Höse war jahrelang nicht in der DLRG-Gruppe aktiv

Dass politische Motive im Hintergrund eine Rolle spielen, verlautete unterdessen mehrfach. Die AfD etwa schreibt: „Der Vorstand der DLRG Wittenberg wird von SPD-Mitgliedern dominiert, denen Höses AfD-Zugehörigkeit nicht genehm zu sein scheint.“ Alexander Kölling wiederum, Ex-Ortsgruppen-Vorsitzender, auf den dies zielt, erklärt: „Ich bin das einzige SPD-Mitglied.“ Er bemerkt zudem: „Entweder man engagiert sich oder man lässt es bleiben.“ Das habe mit Politik nichts zu tun. Höse sei jahrelang nicht mehr aktiv gewesen in der DLRG-Ortsgruppe. (mz)