Weniger Geld vom Land

Weniger Geld vom Land: Im Weißenfelser Haushalt klafft ein großes Loch

Weißenfels - Im Haushalt der Stadt Weißenfels für das kommende Jahr klafft derzeit noch ein großes Loch.

27.11.2017, 12:22
Geldmünzen auf Geldscheinen
Geldmünzen auf Geldscheinen dpa

Im Haushalt der Stadt Weißenfels für das kommende Jahr klafft derzeit noch ein großes Loch. Wie Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates informierte, weist der Etatentwurf noch immer ein Defizit von mehr als acht Millionen Euro auf.

Laut Michael Spengler, Leiter des städtischen Finanzamtes, reißen vor allem die verringerten Zuweisungen des Landes über das Finanzausgleichsgesetz (FAG) ein großes Loch in das Weißenfelser Stadtsäckel. Im Vergleich zum Vorjahr erhalte die Stadt nur 54 Prozent der Schlüsselzuweisungen. Konkret könne die Kommune im Jahr 2018 mit etwa 5,56 Millionen Euro rechnen. Das seien etwa 6,43 Millionen Euro weniger als in diesem Jahr.

Verteilung der FAG-Mittel orientiert sich jeweils an den Steuereinnahmen einer Kommune

Der deutliche Rückgang hängt damit zusammen, dass die Stadt im Jahr 2016 zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von rund 7,5 Millionen Euro zu verzeichnen hatte. Die Verteilung der FAG-Mittel orientiert sich jeweils an den Steuereinnahmen einer Kommune zwei Jahre zuvor. Im Jahr 2018 muss Weißenfels aufgrund des Steuerpluses etwa 800.000 Euro mehr Gewerbesteuerumlage und 2,7 Millionen Euro mehr Kreisumlage bezahlen. „Wir werden für unsere gute Arbeit bestraft“, so der Weißenfelser Oberbürgermeister.

Nach der jetzigen Planung sollen die Stadträte den Haushalt 2018 im März kommenden Jahres beschließen. Aufgrund des Defizits wird ein Konsolidierungskonzept unumgänglich sein. (mz/ari)