Weißenfelser Kloster St. Claren

Weißenfelser Kloster St. Claren: Zeigt her eure Äpfel

Weißenfels - Im Weißenfelser Kloster St. Claren hat der Regionalverband der Gartenfreunde Weißenfels/Hohenmölsen am Sonnabend eine Obstausstellung und Sortenbestimmung angeboten. Kleingärtner kamen und nahmen das Bestimmungsangebot gern wahr. Die Experten Michel Simon-Najasek und Peter Beiersdörfer schauten, rochen, fühlten und kosteten, um den Interessierten zu helfen. Und sie verrieten, welche der Sorten ihre Favoriten ...

Von Julia Reinard 01.10.2016, 14:24

Im Weißenfelser Kloster St. Claren hat der Regionalverband der Gartenfreunde Weißenfels/Hohenmölsen am Sonnabend eine Obstausstellung und Sortenbestimmung angeboten. Kleingärtner kamen und nahmen das Bestimmungsangebot gern wahr. Die Experten Michel Simon-Najasek und Peter Beiersdörfer schauten, rochen, fühlten und kosteten, um den Interessierten zu helfen. Und sie verrieten, welche der Sorten ihre Favoriten sind.

Peter Beiersdörfer ist mit seinen 79 Jahren der alte Hase des Themas. Er betont, dass es eine "reine Geschmackssache", also subjektiv sei. Dennoch, beim Lieblingsapfel ist er gleich sicher: "der Mutsu". Ein grüner Apfel, aus dem Golden Delicious weiterentwickelt. Er habe knackiges und saftiges Fruchtfleisch und "schmeckt phantastisch", sagt er begeistert. Wichtig sind ihm außerdem die alten Sorten. Deshalb gehören zu den besten Sorten für ihn Cox Orange und Alkmene. Und dann noch die "Frauenäpfel", wie sie früher genannt wurden, weil sie zart, weißfleischig, saftig, fruchtig sind: Maccoun und Signe Tillisch. Allerdings seien sie auch eine Herausforderung für Gärtner, denn sie seien ziemlich empfindlich, sagt der Fachmann.

Sein 38-jähriger Kollege Michel Simon-Najasek zählt den Mutsu ebenfalls zu den besten Sorten. Jenseits dessen hat er aber andere Favoriten. Er nennt den Dülmener Rosenapfel, die Landsberger Renette, die Sorte Jakob Fischer und den Gravensteiner. Seine Kriterien für die Empfehlung: ein perfektes Verhältnis von Zucker, Säure und das "sortentypische Aroma". Da er aber als Gärtner auch weiß, dass noch andere Kriterien wichtig sind, schränkt er ein, dass die Landsberger Renette durchaus empfindlich sei, während der Dülmener Rosenapfel als pilzfestes Exemplar trotzdem pflegeleicht ist.