Rüffel von der Stadt

Weißenfels: SPD droht Bußgeld wegen „vergessener“ Wahlplakate

Weissenfels - In Weißenfels hing politische Werbung länger als erlaubt. Was die Stadt nun dagegen unternimmt.

Von Alexander Kempf 10.10.2017, 11:50

Nicht alle Parteien haben ihre Werbung anlässlich der Bundestagswahl im Weißenfelser Stadtgebiet rechtzeitig entfernt. Bis zum Dienstagmorgen hingen etwa noch Plakate des Direktkandidaten Hans-Jürgen Schmidt (SPD) in der Naumburger Straße. Dabei hätte die Wahlwerbung bis zum 27. September verschwinden müssen.

Ordnungsamt in Weißenfels hängt Wahlplakate ab

Was die Parteien nicht geschafft haben, besorgt nun das Weißenfelser Ordnungsamt. Die Außendienstmitarbeiter sind derzeit dabei, in den Ortschaften und in der Kernstadt alle noch vorhandenen Wahlplakate abzuhängen, teilt die Pressesprecherin der Stadt mit. „Da sie parallel dazu auch noch ihren eigentlichen Aufgaben nachgehen, werden sie damit auch noch die nächsten Tage beschäftigt sein“, so Katharina Vokoun.

Nur wenn die Plakate zu hoch hängen, würden die betreffenden Parteien informiert und aufgefordert, sich selbst um das Abnehmen der Plakate zu kümmern.

Wahlplakate hängen noch in Weißenfels: SPD droht Bußgeld

Hans-Jürgen Schmidt (SPD) erklärt auf Nachfrage, dass seine Weißenfelser Parteigenossen die Werbung in der Saalestadt vermutlich vergessen haben. „Wir gehen der Sache nach“, sagt er. Laut Katharina Vokoun muss die SPD nun mit einem Bußgeld rechnen.

Bei der CDU gehe die Tendenz indes in Richtung Verwarngeld, da hier nicht mehr so viele Plakate hängen. Die Höhe der Strafe richte sich nach dem entstandenen Aufwand. Bei der letzten Wahl, informiert Katharina Vokoun, wurden unter anderem zwei Kostenbescheide in Höhe von 144 Euro verschickt. Diese Summen sind durchaus typisch, so die Pressesprecherin. (mz)