Zugeparkte Straßen

Weißenfels: Neue Parkordnung gibt Rettungdsdiensten mehr Platz

Weißenfels - In einem Weißenfelser Wohngebiet werden Parken und das Regime der Straßenreinigung neu geregelt. Warum das ganz im Sinne der Feuerwehr ist.

Von Andreas Richter 24.08.2017, 09:59

Die Stadt Weißenfels wird die Parkordnung in einigen Straßen der Neustadt ab September ändern. Betroffen davon sind die Albert-Schweitzer-, die Kükenthal- und die Uhlandstraße. In besagtem Gebiet wird zudem die Zeit für die Straßenreinigung von wöchentlich vier auf eine Stunde verkürzt.

Der Hintergrund: Im Frühjahr dieses Jahres hatte die Weißenfelser Feuerwehr Alarm geschlagen, weil bei Kontrollen festgestellt worden war, dass Straßen mitunter so zugeparkt sind, dass für Rettungsfahrzeuge im Notfall kein Durchkommen ist.

Mehr Platz für die Feuerwehr in Weißenfels: Das ändert sich in der Albert-Schweitzer-Straße

Seinerzeit hatte der zuständige Weißenfelser Fachbereichsleiter Maik Trauer zugesagt, die Parksituation in einigen Wohngebieten der Stadt noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Genau das wurde in den vergangenen Monaten offenbar getan.

Als ein Beispiel war damals die Albert-Schweitzer-Straße genannt worden. Dort soll nun ebenso wie in der Kükenthalstraße auf der linken Seite ein eingeschränktes Halteverbot eingeführt werden. Damit sind dort nur noch Ein- und Aussteigen sowie Be- und Entladen erlaubt.

Geparkt werden darf nur noch auf der rechten Seite. Während der Straßenreinigung, dienstags zwischen 11 und 12 Uhr, darf in besagten Straßen gar nicht geparkt werden.

Feuerwehr Weißenfels: Zugeparkte Straßen nicht nur in der Neustadt ein Problem

Bislang wurden in den Straßen in der Neustadt die linken und rechten Straßenseiten zu unterschiedlichen Zeiten gereinigt. Dementsprechende Parkverbote auf der jeweiligen Straßenhälfte führten dazu, dass während der Übergangszeit in den Straßen beidseitig Autos standen. Die Konsequenz: Für Rettungsfahrzeuge war der verbleibende Straßenstreifen zu schmal.

Steve Homberg, Ortswehrleiter der Feuerwehr in Weißenfels, begrüßt die geplanten Veränderungen in dem Wohngebiet in der Neustadt. „Die Stadt hat das Problem erkannt. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Homberg. Zugleich verwies er darauf, dass zugeparkte Straßen keineswegs nur in der Neustadt ein Problem seien.

Oft falsch geparkt: Feuerwehr will Weißenfelser Autofahrer aufklären

Neben neuen Beschilderungen wollen die Stadt und ihre Feuerwehr unter dem Motto „Wir würden Sie gern retten, wenn Sie uns lassen“ Aufklärungsarbeit unter der Bevölkerung leisten. „Die vorgeschriebenen Abstände beim Parken sind vielen doch gar nicht bekannt“, sagt Homberg.

So müsse zwischen abgestellten Fahrzeugen und dem gegenüberliegenden Bordstein laut Straßenverkehrsordnung mindestens drei Meter Platz vorhanden sein. Zwischen wechselseitig parkenden Fahrzeugen müssen von Stoßstange zu Stoßstange mindestens zehn Meter Platz sein.

Neben der Aufklärung über soziale und andere Medien wollen die Verantwortlichen die Bürger mit einem Faltblatt für das Thema sensibilisieren. In den nächsten Wochen, so Homberg, sollen 5.000 Stück in der Stadt verteilt werden. (mz)