Weißenfels

Weißenfels: Die Stadt will das Kulturhaus zurück

Weißenfels - Der Weißenfelser Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) will einen neuen Anlauf starten, um das Kulturhaus wieder in kommunale Trägerschaft zu übernehmen. Wie der Verwaltungschef auf MZ-Anfrage bestätigte, strebt er eine Übernahme der Veranstaltungsstätte in der Merseburger Straße zum 1. Juli dieses Jahres an. Im Mai und Juni soll der Vorschlag im Betriebsausschuss und im Stadtrat beraten ...

Von Andreas Richter 31.03.2016, 05:00

Der Weißenfelser Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) will einen neuen Anlauf starten, um das Kulturhaus wieder in kommunale Trägerschaft zu übernehmen. Wie der Verwaltungschef auf MZ-Anfrage bestätigte, strebt er eine Übernahme der Veranstaltungsstätte in der Merseburger Straße zum 1. Juli dieses Jahres an. Im Mai und Juni soll der Vorschlag im Betriebsausschuss und im Stadtrat beraten werden.

Die Stadt Weißenfels hatte das Kulturhaus im Jahr 2008 dem Sport- und Freizeitbetrieb mit dem Ziel übertragen, die Einrichtung wirtschaftlicher betreiben zu können. Die Entscheidung war nicht unumstritten. Der heutige OB hatte als damaliger Stadtrat gegen die Übertragung an den Freizeitbetrieb gestimmt.

Im Herbst vergangenen Jahres hatte die Stadtverwaltung einen ersten Anlauf unternommen, das Kulturhaus zum 1. Januar dieses Jahres wieder in eigene Regie zu übernehmen. Die Begründung: Die erhofften wirtschaftlichen Effekte sind nicht eingetreten, die kulturellen Aktivitäten der Kommune sollten in einer Hand konzentriert, Kräfte gebündelt werden. Nach Ansicht der Stadt könnte das Kulturhaus in kommunaler Regie besser ein eigenes Profil entwickeln.

Mehrheit für einen Wechsel

Die Diskussionen in Betriebs- und Kulturausschuss sollten jedoch deutlich machen, dass es keineswegs eine klare politische Mehrheit für einen Wechsel des Kulturhausbetreibers gibt. Schließlich zog der Oberbürgermeister im September den Antrag zurück. Offiziell sollte zunächst über einen Wirtschaftsprüfer die Frage geklärt werden, inwieweit dem Eigenbetrieb im Zuge der Übertragung des Kulturhauses an die Stadt finanzielle Verluste, auch im Zusammenhang mit früheren Investitionen, entstehen könnten.

Wie Risch nun informierte, habe die Prüfung mittlerweile ergeben, dass der Sport- und Freizeitbetrieb keine finanziellen Nachteile zu erwarten hat. (mz)